Heftige Ausschreitungen brachen am Wochenende in Belfast aus, nachdem ein Video der Festnahme eines Sudanesen, dem ein Messerangriff auf einen Einheimischen vorgeworfen wird, in den sozialen Medien viral ging. Der Vorfall loeste Proteste aus, die sich rasch zu Gewalt steigerten: Maskierte Randalierer steckten Haeuser und Fahrzeuge in Wohngegenden der Stadt in Brand.
Der Verdaechtige, bekannt als Hadi Alodid, 30, ist ein Sudanese, der seit 2023 in Nordirland lebt, nachdem er aus der Republik Irland eingereist war. Das Opfer, Stephen Ogilvie, erlitt schwere Verletzungen einschliesslich des Verlustes des linken Auges. Das Video verbreitete sich rasch, unterstuetzt durch Elon Musk und US-amerikanische Rechtskommentatoren auf X.
Der Police Service of Northern Ireland setzte Wasserwerfer ein, als Randalierer sie mit Molotowcocktails bewarfen. Zwoelf Beamte wurden verletzt, 16 Personen festgenommen, zwei angeklagt. Der Einsatz von Wasserwerfern war der erste seit Jahren.
Die Erste Ministerin Nordirlands bezeichnete die Gewalt als inakzeptabel. Der britische Innenminister verurteilte die Ausschreitungen und nannte die Taeter Kriminelle, die eine Tragoedie ausnutzen. Die Unruhen erinnern an die Ausschreitungen in englischen Staedten im Sommer 2024, die ebenfalls durch Desinformation in sozialen Medien ausgeloest wurden.
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