In einer bedeutenden Stärkung der ukrainischen Verteidigungsfähigkeit hat die bulgarische Regierung offiziell ihre Absicht bekundet, dem PURL-Programm beizutreten. Diese Initiative zielt darauf ab, in den USA hergestellte Waffen für die ukrainischen Streitkräfte zu beschaffen. Die Entwicklung wurde vom ukrainischen Außenministerium bestätigt.
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha begrüßte die Entscheidung Sofias ausdrücklich und hob die kontinuierliche militärische Unterstützung durch den Balkanstaat hervor. Bis heute hat Bulgarien 16 umfassende Verteidigungspakete an Kiew geliefert.
„Ich bin der bulgarischen Regierung und dem bulgarischen Volk für die Unterstützung der Ukraine dankbar. Wir schätzen die Bereitschaft Bulgariens, die Zusammenarbeit sowohl bilateral als auch im Rahmen internationaler Organisationen auszubauen“, erklärte Sybiha.
Der Spitzendiplomat betonte auch den wachsenden Dialog zwischen den beiden Nationen im Rahmen der „Koalition der Entschlossenen“ und der SAFE-Aufrüstungsinitiative der Europäischen Union.
Dieses jüngste militärische Engagement folgt auf einen historischen diplomatischen Meilenstein. Am 30. März unterzeichneten der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und der amtierende bulgarische Premierminister Andrej Gjurow ein umfassendes, auf zehn Jahre angelegtes bilaterales Sicherheitsabkommen.
Zeitgleich mit der Unterzeichnung des Sicherheitspakts fanden in Kiew die ersten Regierungskonsultationen zwischen der Ukraine und Bulgarien statt. Die Beamten führten intensive Gespräche in verschiedenen Sektoren, die in der Verabschiedung eines strategischen Fahrplans mit Schwerpunkt auf Energie und maritimer Sicherheit gipfelten.
Darüber hinaus wollen die beiden Länder die zivile Verkehrsanbindung verbessern. Derzeit laufen die Planungen für einen Testlauf einer neuen Personenzugverbindung, die die Ukraine und Bulgarien über Rumänien verbinden soll und noch in diesem Sommer starten könnte.
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