Die dänische Regierung hat ein Entschädigungsprogramm für Grönländer angekündigt, die unter historischen Ungerechtigkeiten während der dänischen Kolonialverwaltung gelitten haben. Die Maßnahmen beziehen sich auf einen Zeitraum, der einen Großteil des 20. Jahrhunderts umfasst, in dem die dänischen Behörden Zwangsumsiedlungen von Gemeinschaften und die Verbringung grönländischer Kinder nach Dänemark durchführten.
Die Ankündigung folgt auf jahrelangen Druck von grönländischen Zivilgesellschaftsorganisationen und Überlebenden. Die bekanntesten Fälle betreffen die sogenannten 'grönländisch-dänischen Kinder', die in den 1950er Jahren im Rahmen eines Sozialexperiments aus ihren Familien in Grönland herausgenommen und bei dänischen Familien untergebracht wurden.
Die dänische Regierung hat die Gesamtsumme für Entschädigungen noch nicht bekannt gegeben. Die Ankündigung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Grönlands politischer Status zum internationalen Streitpunkt geworden ist.
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