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Dienstentziehung im Militärkrankenhaus Tscherniwzi: Soldaten arbeiteten auf dem Markt und in der Werkstatt

📅 Mar 30, 2026⏱ 2 Min. Lesezeit💬 0 Kommentare

Ukrainische Strafverfolgungsbehörden haben einen Ring zur Dienstentziehung im Militärkrankenhaus Tscherniwzi ausgehoben. Das Staatliche Ermittlungsbüro (DBR) nahm in Abstimmung mit der Spezialisierten Verteidigungsstaatsanwaltschaft der Westregion den Leiter des Krankenhauses sowie zwei untergeordnete Soldaten fest, die zivilen Berufen nachgingen, anstatt ihre militärischen Pflichten zu erfüllen.

Zivile Jobs statt Militärdienst

Laut Quellen der Ukrajinska Prawda handelt es sich bei dem Hauptverdächtigen um den Oberst des Sanitätsdienstes, Wassyl Rohatjuk, der als amtierender Kommandeur der Militäreinheit fungierte. Die Ermittler fanden heraus, dass das illegale System bis März 2026 aktiv war.

Anstatt im Militär zu dienen, gingen die beiden festgenommenen Soldaten privaten zivilen Beschäftigungen nach. Einer von ihnen wurde dabei erwischt, wie er an einem Marktstand, der angeblich mit dem inneren Kreis des Kommandeurs in Verbindung stand, Damenschals verkaufte. Der andere arbeitete als Mechaniker in einer Autowerkstatt.

Ermittlungen und finanzielle Motive

Das DBR veröffentlichte eine offizielle Erklärung zu den Mechanismen der Dienstentziehung: „Nach Angaben der Ermittler erlaubte der Beamte bestimmten Soldaten, ihre Pflichten nicht zu erfüllen und ihren eigenen Geschäften nachzugehen. Sie vereinbarten dies über Bekannte oder Verwandte. Gleichzeitig werden Informationen über eine mögliche Bezahlung für eine solche 'Loyalität' geprüft.“

Rechtliche Konsequenzen und Anklagen

Nach der Aufdeckung des Netzwerks wurde allen drei Personen offiziell der Verdacht mitgeteilt und sie wurden in Untersuchungshaft genommen, mit der Möglichkeit, eine Kaution zu hinterlegen. Darüber hinaus hat ein Gericht Rohatjuk auf Antrag der Staatsanwaltschaft offiziell von seinem Kommando suspendiert.

Die Verdächtigen sehen sich schweren Anklagen nach dem Strafgesetzbuch der Ukraine gegenüber:

  • Die beiden Soldaten: Angeklagt wegen Entziehung des Militärdienstes unter Kriegsrecht (Teil 2 von Artikel 28, Teil 4 von Artikel 409).
  • Der Krankenhauskommandeur: Angeklagt wegen Beihilfe zur Dienstentziehung (Teil 5 von Artikel 27, Teil 2 von Artikel 28, Teil 4 von Artikel 409).

Die vorgerichtlichen Ermittlungen dauern an, während die Behörden prüfen, ob noch weiteres Militärpersonal in das System verwickelt war.

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