
Elon Musk, Besitzer der Social-Media-Plattform X, steht nach wiederholten anti-einwanderer-Beiträgen im Zuge eines Messerangriffs in Belfast unter scharfer Kritik irischer und britischer Politiker. Kritiker sind der Ansicht, dass sein Verhalten direkt zu Nächten gewalttätiger Ausschreitungen in der Stadt beigetragen hat.
Die Gewalt begann, nachdem am 5. Juni 2026 ein sudanesischer Asylbewerber eine 28-jährige Frau im Süden Belfasts mit einem Messer angriff. Der Angriff löste im Netz weit verbreitete Empörung aus. In den folgenden Tagen griffen Menschenmassen Geschäfte von Einwanderern an, zündeten Autos an und lieferten sich Gefechte mit der Polizei. Dutzende Menschen wurden festgenommen, mehrere Beamte verletzt.
Unmittelbar danach veröffentlichte und verbreitete Musk auf X zahlreiche Nachrichten, in denen er härtere Einwanderungspolitik forderte. In einem viel geteilten Beitrag schrieb er: Irland braucht eine Revolution. Er verstärkte zudem Beiträge rechtsextremer Konten, die den Angriff in aufhetzenden Worten schilderten.
Der irische Taoiseach Micheal Martin verurteilte die im Internet verbreiteten gezielten Falschinformationen zur Einwanderung. Nordirlands Erster Minister Michelle O'Neill sagte, die Unruhen seien von Menschen angeheizt worden, die sich von Online-Hassinhalten naehrten. Mehrere Politiker forderten die Behörden auf zu prüfen, ob X gegen den britischen Online-Sicherheitsakt verstoßen habe.
Was wir erleben, ist die reale Konsequenz verstärkten Hasses. Plattformen, die von Empörung profitieren, tragen Verantwortung für das, was folgt. — Irlands Justizministerin Helen McEntee, 10. Juni 2026.
Musk wies die Kritik auf X zurück und beschuldigte europäische Politiker, die freie Meinungsäußerung zum Schweigen bringen zu wollen. X gab an, Beiträge entfernt zu haben, die gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen, und mit Strafverfolgungsbehörden zusammenzuarbeiten.
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