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EU besorgt über Absturz ukrainischer Drohne in Finnland, sieht aber Russland als Hauptverantwortlichen

📅 Mar 30, 2026⏱ 2 Min. Lesezeit💬 0 Kommentare

Die Europäische Union hat sich besorgt über den Absturz einer ukrainischen Drohne auf finnischem Staatsgebiet geäußert, wies aber gleichzeitig nachdrücklich darauf hin, dass die russische Aggression die eigentliche Ursache für die Verletzung des Luftraums sei.

Während einer Pressekonferenz in Brüssel am 30. März äußerten sich Vertreter der Europäischen Kommission zu den Ereignissen vom Sonntag, den 29. März, als mehrere unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs) den finnischen Luftraum verletzten. Trotz des Eindringens versicherten die EU-Vertreter der Öffentlichkeit, dass der Vorfall keine Gefahr für die Sicherheit des Mitgliedstaates darstelle.

Russland als Hauptschuldiger identifiziert

„Wir sind uns sehr wohl bewusst, was passiert ist, und verfolgen es sehr aufmerksam“, erklärte der Sprecher der Europäischen Kommission, Thomas Regnier. „Wir sind natürlich sehr besorgt über dieses Eindringen von Drohnen.“ Er betonte jedoch, dass die Reaktion auf solche Vorfälle in erster Linie in der Verantwortung der einzelnen Mitgliedstaaten liege.

Anitta Hipper, Sprecherin der Europäischen Kommission für internationale Angelegenheiten, bekräftigte die diplomatische Haltung der EU und führte die Hauptursache des Vorfalls direkt auf den anhaltenden Krieg Moskaus zurück. „Aus diplomatischer Sicht ist unsere Botschaft klar“, so Hipper. „Selbst wenn Drohnen über EU-Mitgliedstaaten fliegen, ist der Hauptschuldige hier Russland. Ohne Russland wäre dies nicht passiert.“

Darüber hinaus stellte der stellvertretende Chefsprecher Olof Gill klar, dass der Vorfall nach derzeitigen Einschätzungen „keine erkennbare Sicherheitsbedrohung“ für Finnland darstelle.

Hintergrund des Vorfalls und Verteidigungsinitiativen der EU

Die Luftraumverletzung ereignete sich, als die Ukraine Angriffe auf russische militärische Ziele in der an Finnland grenzenden Region Leningrad durchführte. Der finnische Ministerpräsident Petteri Orpo hatte zuvor darauf hingewiesen, dass die Drohnen höchstwahrscheinlich ukrainischer Herkunft seien. Als Reaktion auf die unbeabsichtigte Luftraumverletzung hat sich Kiew offiziell bei Helsinki entschuldigt.

Angesichts der sich wandelnden Sicherheitslage baut die Europäische Union ihre Fähigkeiten zur Drohnenabwehr proaktiv aus. Regnier hob die jüngste Verabschiedung eines neuen Programms im Rahmen des Europäischen Programms für die Verteidigungsindustrie (EDIP) hervor, das erhebliche Mittel für die Ausrüstung der Mitgliedstaaten mit fortschrittlichen Drohnenabwehrsystemen bereitstellt.

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