Die EU-Mitgliedstaaten haben eine Ausnahme von den Standardbeschaffungsregeln genehmigt, die es der Ukraine erlaubt, amerikanische Patriot-Abfangraketen im Wert von 3,2 Milliarden Euro zu kaufen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verkündete die Entscheidung am Dienstag, den 8. September.
Gemeinsam mit NATO-Generalsekreträr Mark Rutte begrüßte sie die Einigung der Mitgliedstaaten: „Gemeinsam mit Mark Rutte begrüße ich die Einigung auf die Ausnahmeregelung für die Ukraine zum Kauf kritischer Güter für Patriot-Luftabwehrsysteme. Dies wird der Ukraine ermöglichen, ihren Himmel besser gegen Russlands wahllose Angriffe zu schützen.“
Die 3,2 Milliarden Euro stammen aus dem 90-Milliarden-Euro-Ukraine-Unterstützungskredit. Die technische Vorbereitung soll bis zum 11. September abgeschlossen sein. Von der Leyen betonte, dass dies zu den bereits ausgezahlten 8,4 Milliarden Euro hinzukommt.
Großbritannien kündigte gleichzeitig ein Patriot-Paket im Wert von 100 Millionen Pfund im Rahmen der PURL-Initiative an. Europäische Staatsmänner arbeiten daran, die ukrainische Luftverteidigung vor dem Winter zu stärken; weitere Koordination wird am Rande der UN-Generalversammlung im September erwartet.
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