
Die Außenbeauftragte der Europäischen Union, Kaja Kallas, hat eine klare Botschaft hinsichtlich der künftigen diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Russland-Ukraine-Krieges übermittelt: Europa muss einen Platz am Verhandlungstisch haben.
Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Kiew mit dem ukrainischen Außenminister Andrij Sybiha betonte Kallas, dass mögliche Abkommen, die ausschließlich zwischen den Vereinigten Staaten und Russland ausgehandelt werden, ohne europäische Unterstützung nicht umsetzbar seien.
Während ihrer Ansprache verwies die EU-Chefdiplomatin auf eine für den 1. April geplante Videokonferenz zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und einer amerikanischen Delegation. Sie ging auf frühere Äußerungen ein, die Selenskyj zugeschrieben wurden und wonach der Friedensprozess ins Stocken geraten sei.
„Zuvor hatte er auch angemerkt, dass die Friedensgespräche in einer Sackgasse steckten. Ich denke, es ist wichtig zu betonen, dass tatsächlich viel von der Unterstützung Europas abhängt“, erklärte Kallas. „Selbst wenn sich die USA und Russland auf etwas einigen, werden sie es ohne die Beteiligung Europas nicht umsetzen können.“
Sie betonte ferner, dass eine Beschleunigung des Friedensprozesses die Anerkennung der unverzichtbaren Rolle der EU erfordere. „Je eher die Erkenntnis reift, dass Europa ebenfalls Teil dieser Diskussionen sein muss, desto besser werden wir diese Verhandlungen voranbringen können“, fügte sie hinzu.
Die Forderung nach einer Einbindung Europas erfolgt inmitten einer Reihe jüngster diplomatischer Aktivitäten. Zu den wichtigsten Entwicklungen gehören:
Trotz Kallas' Hinweis, die Verhandlungen steckten in einer „Sackgasse“, deuteten spätere Berichte darauf hin, dass Präsident Selenskyj die umfassenderen Friedensgespräche, an denen die Ukraine, die USA und Russland beteiligt sind, nicht als festgefahren betrachtet.
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