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Bundesrichter stoppt Bau von Trumps 400-Millionen-Dollar-Ballsaal im Weißen Haus

📅 Apr 1, 2026⏱ 2 Min. Lesezeit💬 0 Kommentare

Ein US-Bundesrichter hat einen vorläufigen Baustopp für einen umstrittenen, 400 Millionen Dollar teuren Ballsaal im Weißen Haus angeordnet. Das Prestigeprojekt von Präsident Donald Trump hatte zuvor zum Abriss des historischen Ostflügels geführt. Die Regierung hat bereits umgehend Berufung gegen die Entscheidung eingelegt.

Zustimmung des Kongresses erforderlich

Am Dienstag erließ Bundesrichter Richard J. Leon nach monatelangen Rechtsstreitigkeiten ein 35-seitiges Urteil. Der Richter stellte fest, dass Präsident Trump wahrscheinlich seine exekutiven Befugnisse überschritten hat, indem er derart monumentale Veränderungen an einem der wichtigsten Regierungsgebäude ohne die ausdrückliche Zustimmung des Kongresses veranlasste.

Richter Leon äußerte auch scharfe Kritik an der mangelnden Transparenz des Projekts. Er stellte insbesondere in Frage, wer die Bauaufsicht führt und auf welcher Rechtsgrundlage private Spenden zur Finanzierung des Vorhabens angenommen werden.

„Wenn und solange der Kongress dieses Projekt nicht durch eine entsprechende Zustimmung billigt, muss der Bau gestoppt werden“, erklärte Richter Leon in seinem Urteil. „Aber die gute Nachricht ist, dass es für den Kongress noch nicht zu spät ist, den laufenden Bau zu genehmigen.“

Berufungen und steigende Kosten

Das Gericht gewährte einen zweiwöchigen Aufschub, bevor die einstweilige Verfügung in vollem Umfang in Kraft tritt, um der Trump-Administration ein Zeitfenster für eine Berufung einzuräumen – ein Schritt, den sie ohne Verzögerung unternahm.

Das Ballsaal-Projekt stand unter starker öffentlicher und rechtlicher Beobachtung. Ursprünglich hatte Präsident Trump der Öffentlichkeit versichert, dass der neue Anbau „das aktuelle Gebäude nicht stören“ würde. Letztendlich erforderte das Projekt jedoch den vollständigen Abriss des Ostflügels des Weißen Hauses. Darüber hinaus haben sich die geschätzten Kosten verdoppelt und sind von ursprünglich 200 Millionen Dollar auf nunmehr 400 Millionen Dollar explodiert.

Die rechtliche Anfechtung, die zu dem Urteil vom Dienstag führte, wurde Ende 2025 eingeleitet, als der National Trust for Historic Preservation eine Klage einreichte, um die weitreichenden architektonischen Veränderungen an der Präsidentenresidenz zu blockieren.

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