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Fünf Angeklagte in Prag wegen brutaler Entführung und Erpressung einer 21-Jährigen vor Gericht

📅 Mar 31, 2026⏱ 2 Min. Lesezeit💬 0 Kommentare

Das Prager Stadtgericht hat den Prozess gegen vier ukrainische Staatsangehörige und eine tschechische Bürgerin eröffnet. Ihnen wird die Entführung, Freiheitsberaubung und Ausraubung einer 21-jährigen Frau vorgeworfen. Das Gerichtsverfahren, das am 30. März begann, könnte für die Angeklagten zu Haftstrafen von bis zu 10 Jahren führen, wobei die Anklage möglicherweise noch auf Erpressung ausgeweitet wird.

Die Angeklagten und das Motiv

Vor Gericht stehen der 26-jährige Stepan Pop, der 24-jährige Andrian Kerekhanyn, die 21-jährigen Andriy Bedey und Mykhailo Fedoranych sowie die 20-jährige Maria-Anna Bochanova. Nach Angaben der Ermittler inszenierte die Gruppe die Entführung im April 2025, um gewaltsam 260.000 tschechische Kronen von dem Opfer zu erpressen. Die Verdächtigen behaupteten, die junge Frau habe dieses Geld aus einem Internet-Betrug über ihr Bankkonto "gewaschen".

Details der brutalen Entführung

Die Gerichtsakten offenbaren ein erschütterndes Martyrium. Die Gruppe soll die junge Frau in ein Fahrzeug gelockt haben, wo sie schwerem psychologischen Druck und körperlichen Misshandlungen ausgesetzt war. Ihre Entführer setzten zweimal Pfefferspray gegen sie ein und sperrten sie zeitweise in dem mit Reizgas gefüllten Auto ein. Nachdem sie kurzzeitig herausgelassen wurde, richtete einer der Angreifer eine Schusswaffe auf sie und forderte das Geld, während ein anderer drohte, sie „für jede falsche Antwort“ erneut mit Pfefferspray zu besprühen. Das Opfer wurde anschließend an einen unbekannten Ort gebracht, wo man ihr drohte, sie zu „töten und zu vergraben“, sollte das Geld nicht bis Mitternacht beschafft sein.

Eine dramatische Rettung

Unter enormem Zwang kam das Opfer den Forderungen teilweise nach und wies ihre Mitbewohnerin an, den Entführern ihr Mobiltelefon zu übergeben. Die Situation wendete sich, als die Entführer das Opfer zurück in ihre Wohnung brachten, damit sie sich umziehen konnte. Geistesgegenwärtig gelang es der Mitbewohnerin, das Opfer und einen ihrer „Bewacher“ in einem Zimmer einzusperren und sofort die Polizei zu alarmieren.

Gerichtsverfahren und regionaler Kontext

Während der Anhörungen gaben drei der männlichen Angeklagten ihre Beteiligung an der Tat zu, bestritten jedoch entschieden, als organisierte Bande agiert zu haben. Dieser Prozess findet vor dem Hintergrund eines jüngsten regionalen Vorgehens gegen grenzüberschreitende Kriminalität statt; erst letzte Woche gaben die polnischen Behörden die Verhaftung eines prominenten ukrainischen „Diebes im Gesetz“ bekannt, nachdem zuvor bereits ein ukrainischer Geldfälscher und sein russischer Komplize gefasst worden waren.

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