Former BND chief August Hanning arrested on espionage charges
Politik

Ex-BND-Präsident August Hanning wegen Spionageverdachts festgenommen

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Der frühere Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), August Hanning, ist am frühen Dienstagmorgen an seinem Wohnort in Nordwalde bei Münster festgenommen worden. Beamte des Bundeskriminalamts (BKA) vollzogen den Arrest nach Recherchen von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung. Gegen den 80-Jährigen wird unter anderem wegen landesverräterischer Ausspähung, versuchten Landesverrats und geheimdienstlicher Agententätigkeit ermittelt.

Rund 2.000 Geheimdokumente weitergegeben

Hanning soll geheime Informationen über seinen früheren Büroleiter Manfred D. erhalten haben, der bis zum Frühjahr 2026 beim BND tätig war. Manfred D. wurde zeitgleich in Bayern verhaftet. Er soll Hanning seit mindestens 2022 gegen Geld rund 2.000 streng geheime Unterlagen zugespielt haben — darunter Briefings für die Nachrichtendienstlage im Kanzleramt, Erkenntnisse zum iranischen Atomprogramm, zur russischen Armee sowie Informationen von Partnerdiensten.

Unbekannter ausländischer Empfänger — nicht Russland

Hanning soll auf Basis der Dokumente mindestens eine Sicherheitsanalyse für einen ausländischen Nachrichtendienst erstellt haben. Um welchen Dienst es sich handelt, ist nicht bekannt. Nach Informationen der Rechercheteams handelt es sich nicht um Russland. Ein solcher Abfluss könnte das Vertrauen befreundeter Dienste in den BND dauerhaft beschädigen. Die Bundesanwaltschaft kündigte eine Pressemitteilung für später an.

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