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Former US Diplomat George Kent: Trump's Second Term Will Go Down in History as a 'Serious Failure'

Ex-US-Diplomat George Kent: Trumps zweite Amtszeit wird als „schwerer Fehler“ in die Geschichte eingehen

📅 Mar 30, 2026⏱ 3 Min. Lesezeit💬 0 Kommentare

Der erfahrene US-Diplomat George Kent hat eine eindringliche Warnung bezüglich des Kurses der amerikanischen Außenpolitik unter der zweiten Regierung von Donald Trump ausgesprochen und den aktuellen Ansatz als tiefgreifenden historischen Fehler bezeichnet. In einem kürzlich geführten Interview mit Alina Poljakowa von der Ukrainska Prawda lieferte Kent eine nüchterne Analyse der US-ukrainischen Beziehungen, der sich wandelnden Dynamik in Washington und der weitreichenden globalen Auswirkungen der Haltung der aktuellen Regierung.

Ein Wandel von Professionalität zu transaktionsbasierter Politik

Kent, der auf über 30 Jahre diplomatische Erfahrung zurückblicken kann und unter fünf US-Präsidenten diente – zuletzt von 2023 bis 2024 als US-Botschafter in Estland –, stellte Trumps erste Amtszeit seiner aktuellen Regierung gegenüber. Während die erste Amtszeit die Tradition aufrechterhielt, kompetente Fachleute zur Verteidigung der nationalen Interessen der USA einzusetzen, argumentiert Kent, dass die zweite Amtszeit dieses Prinzip zugunsten eines rein transaktionsbasierten Ansatzes aufgegeben hat.

„Donald Trump denkt an Donald Trump“, bemerkte Kent und wies auf die narzisstischen Tendenzen des Präsidenten hin. Er kritisierte das aktuelle Kabinett dafür, dass es ihm sowohl an strategischer Vision als auch an grundlegenden Kenntnissen in Geschichte und Geografie mangele. Laut Kent hat diese Inkompetenz zu fehlgeleiteten politischen Entscheidungen geführt, wobei er die jüngsten globalen wirtschaftlichen Verwerfungen infolge des Krieges gegen den Iran anführte sowie die Absurdität, dass „Immobilienentwickler“ ohne jegliche regionale Expertise versuchen, im Russland-Ukraine-Krieg zu verhandeln.

Die Entwicklung der US-Hilfe für die Ukraine

Mit Blick auf seine früheren Aussagen, einschließlich seiner Erklärung vor dem Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses, dass ein friedliches Europa ohne eine freie Ukraine (einschließlich der Krim und des Donbass) unmöglich sei, zeichnete Kent den Bogen der US-Unterstützung nach. Vom Beginn der russischen Aggression im Jahr 2014 bis 2025 waren die USA der wichtigste Verbündete der Ukraine und leisteten Militär- und Wirtschaftshilfe in Höhe von über 60 Milliarden US-Dollar. Diese Unterstützung, so Kent, basierte auf dem Verständnis, dass der Erfolg der Ukraine direkt der europäischen Stabilität und den nationalen Interessen der USA zugutekommt.

Kent sparte jedoch auch die Biden-Administration nicht von Kritik aus und räumte ein, dass diese zwar beispiellose Hilfe geleistet habe, die Unterstützung jedoch häufig zu spät und in unzureichendem Umfang eingetroffen sei. „Die Hilfe, die wir 2023 und 2024 bereitgestellt haben, hätte bereits 2022 geliefert werden müssen“, erklärte er.

Ein kritisches Vakuum vor den Kongresswahlen

Die diplomatische Landschaft der Jahre 2025 und 2026 zeichnet ein drastisch anderes Bild, da die US-Hilfe für die Ukraine praktisch zum Erliegen gekommen ist. Kent verurteilte diese aktuelle Politik als „kurzsichtig“ und schädlich für amerikanische Interessen. Obwohl er aus dem offiziellen Dienst ausgeschieden ist, engagiert sich Kent weiterhin stark für die Ukraine, organisiert mit seiner Familie Fahrradtouren quer durch die USA, um Spenden zu sammeln und das Bewusstsein zu schärfen, und vernetzt ukrainische Initiativen mit ausländischen Partnern.

Mit Blick auf die Zukunft betonte Kent die zentrale Rolle des US-Kongresses, der die Budgethoheit innehat. Er wies darauf hin, dass die anstehenden Kongresswahlen im November ein entscheidender Wendepunkt sein werden, der die Machtverteilung verändern und die Zukunft der finanziellen und militärischen US-Hilfe für die Ukraine neu definieren könnte.

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