Frankreich verbietet Social Media für unter 15-Jährige — EU-Premiere
Frankreich ist das erste Land der Europäischen Union, das ein umfassendes Verbot des Zugangs zu sozialen Medien für Kinder unter 15 Jahren verabschiedet hat. Beide Kammern des Parlaments stimmten am Dienstag für das wegweisende Gesetz. Präsident Emmanuel Macron begrüßte die Abstimmung als "großen Schritt vorwärts" und erklärte, Frankreich weise in Europa "den Weg beim Schutz unserer Kinder und Jugendlichen".
Was das Gesetz bewirkt
Das neue Gesetz verbietet Minderjährigen unter 15 Jahren vollständig den Zugang zu Social-Media-Plattformen. Es verhängt auch ein Handyverbot an weiterführenden Schulen. Ausnahmen gelten für Bildungsplattformen wie Wikipedia.
Wenn das Gesetz die Verfassungsprüfung besteht, tritt das Verbot im September 2026 in Kraft.
Ein globaler Trend
Frankreich folgt damit Australien, das im Dezember 2025 ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 16 Jahren eingeführt hat. Auch Dänemark hat ähnliche Beschränkungen vorgeschlagen. Frankreichs Schritt ist eine der weitreichendsten gesetzgeberischen Antworten auf die Bedenken über die Auswirkungen sozialer Medien auf die psychische Gesundheit junger Menschen.
