Gen Z verzichtet auf betriebliche Altersvorsorge wegen gestiegener Lebenshaltungskosten
Immer mehr junge Arbeitnehmer in Großbritannien kündigen ihre betriebliche Altersvorsorge aufgrund finanzieller Belastungen, warnen Experten: Dies könnte eine ganze Generation mit unzureichenden Rentenersparnissen zurücklassen. Hassan Nassar, ein 26-jähriger NHS-Arzt im Praktikum, hat kürzlich seine monatlichen Rentenbeiträge von rund 430 Pfund pausiert, um Miete, Studiendarlehen und Krankheitskosten der Familie zu decken. Er schätzt, dass ihm die Entscheidung durch entgangenen Zinseszins 5.000 bis 10.000 Pfund künftiger Rente kosten könnte.
Das Ausmaß des Problems
Rund 22,6 Millionen Arbeitnehmer — etwa 90% der Berechtigten — sind in automatische Betriebsrentenprogramme eingeschrieben. Doch 2,5 Millionen Berechtigte sparen gar nichts. Pensionsminister Torsten Bell warnte, dass immer mehr junge Menschen nicht sparen und die künftigen Rentner niedrigere Privatrenteneinnahmen als heutige Rentner haben könnten.
Finanzielle Beratung und echte Kosten
Finanzberaterin April Leeson vom The Private Office rät jungen Arbeitnehmern, nicht vollständig aus der Altersvorsorge auszusteigen. 100 Pfund, die jetzt bei 4% jährlich für 30 Jahre angelegt werden, wachsen erheblich. Die 22-jährige Evie aus Cornwall stieg komplett aus, weil ihre Monatsmiete von 800 Pfund kaum Spielraum zum Sparen lässt.
