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Letzter WM-Härtetest: Deutschland empfängt Ghana in Stuttgart

📅 Mar 30, 2026⏱ 3 Min. Lesezeit💬 0 Kommentare

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bestreitet an diesem Montag (20:45 Uhr MESZ) in Stuttgart ihren letzten Härtetest vor der kommenden Weltmeisterschaft. Gegner ist die Auswahl Ghanas. Nur drei Tage nach dem umkämpften 4:3-Erfolg gegen die Schweiz in Basel fordert Bundestrainer Julian Nagelsmann einen weiteren Sieg, um mit maximalem Rückenwind in das am 11. Juni beginnende Turnier in Kanada, Mexiko und den USA zu gehen.

Letztes Vorspielen für den WM-Kader

Das Aufeinandertreffen mit den Westafrikanern ist die finale Bewährungsprobe, bevor der DFB am 12. Mai sein offizielles WM-Aufgebot bekannt gibt. Nagelsmann kündigte bereits personelle Anpassungen an: Im Tor darf sich der Stuttgarter Alexander Nübel vor heimischer Kulisse beweisen. Die Hierarchie für das Turnier bleibt jedoch unangetastet, wie der Bundestrainer betonte – Hoffenheims Oliver Baumann reist als klare Nummer eins zur WM. Zudem wird der Frankfurter Nathaniel Brown auf der Linksverteidigerposition in der Startelf stehen, während Lokalmatador Deniz Undav im Sturm auf Einsatzzeiten hoffen darf.

Druck auf Ghanas Nationalcoach

Für Ghana und seinen Trainer Otto Addo steht weit mehr auf dem Spiel als nur ein Testlauf. Der in Hamburg geborene und aufgewachsene Ex-Bundesligaprofi steht trotz der erfolgreichen WM-Qualifikation gehörig unter Zugzwang. Grund dafür ist die herbe 1:5-Klatsche, die die „Black Stars“ erst am vergangenen Freitag gegen Österreich hinnehmen mussten.

Stimmen vor dem Anpfiff

Die taktische Ausrichtung der Gäste scheint für Nagelsmann klar zu sein: „Wir gehen davon aus, dass sie tief stehen und mit ihren schnellen Flügelstürmern auf Konter spielen werden, um uns wehzutun. So haben sie auch das Tor gegen Österreich erzielt. Wir glauben nicht, dass sie hoch pressen werden oder den Ball wollen.“

Abwehrchef Jonathan Tah warnt derweil vor der physischen Gangart: „Der afrikanische Fußball ist ein bisschen anders. Sehr intensiv, sehr viele Zweikämpfe, gute Eins-gegen-eins-Spieler. Wir werden da gefordert sein.“

Besonders emotional wird der Abend für Keeper Nübel: „Ich freue mich extrem. Es ist quasi mein Wohnzimmer in Stuttgart. Familie und Freunde sind da. Ich kann es kaum erwarten, dort zu spielen.“

Auf der Gegenseite fordert Addo eine deutliche Leistungssteigerung seiner Elf: „Nach dem Spiel gegen Österreich müssen wir Wiedergutmachung betreiben. Ich will eine andere Körpersprache sehen und Spieler, die auf dem Platz vorangehen.“ Gleichzeitig warnte er vor der größten Waffe der DFB-Elf: „Wir dürfen nicht ins offene Messer laufen. Das schnelle Umschaltspiel ist Deutschlands größte Stärke. Wir müssen extrem wachsam sein.“

Historische Bilanz spricht für Deutschland

Die Statistik lässt wenig Raum für Zweifel: Deutschland ist gegen Ghana noch ungeschlagen. In den bisherigen drei Duellen ging die DFB-Auswahl zweimal als Sieger vom Platz, einmal trennte man sich unentschieden. Auf ein deutliches 6:1 im ersten Testspiel 1993 folgten zwei Begegnungen in WM-Gruppenphasen: Ein 1:0-Sieg 2010 in Südafrika sowie ein packendes 2:2-Remis 2014 in Brasilien.

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