Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman hat US-Präsident Donald Trump am Donnerstag zweimal angerufen und um direkte amerikanische Militärschläge gegen die Huthi-Miliz im Jemen gebeten, berichtet Axios unter Berufung auf zwei US-Regierungsvertreter. Trump lehnte beide Male ab. Die USA beabsichtigten zwar, ihre Unterstützung für Saudi-Arabien auszuweiten, wollten aber keine direkte Konfrontation mit den Huthi eingehen und konzentrierten sich lieber auf den umfassenderen Konflikt mit dem Iran.
Ein US-Vertreter sagte Axios: "Die USA konzentrieren sich auf den Schutz ihrer zentralen nationalen Sicherheitsinteressen, etwa die Sicherung der Schifffahrtsfreiheit im Roten Meer."
Hintergrund ist eine starke Eskalation im Jemen. Die vom Iran unterstützten Huthi haben die strategische Hafenstadt Mokka eingenommen, die den Zugang zur Meerenge Bab al-Mandab — einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt — kontrolliert. Daraufhin bombardierte Saudi-Arabien den Flughafen von Mokka. Die Huthi übernahmen außerdem die Insel Mayyun (Perim) in der Meerenge und kontrollieren damit beide Schifffahrtskanäle vollständig.
UN-Sondergesandter Hans Grundberg warnte den UN-Sicherheitsrat vor einer "neuen und gefährlicheren Phase" im Jemen-Krieg. Mit Mokka haben die Huthi direkten Zugang zu den Zugängen der Meerenge, was Saudi-Arabiens Öl-Exportroute durch das Rote Meer stark gefährdet.
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