Hunderte in Indien bei Wählerlistenprotesten festgenommen; CJP-Gründerin am Flughafen verhaftet
Die Proteste in Indien haben sich drastisch verschärft: Hunderte von Aktivisten wurden nach Massenkundgebungen festgenommen, die den Rücktritt von Wahlkommissionschef Gyanesh Kumar fordern. Die Unruhen folgten auf Enthüllungen, dass rund 130 Millionen Namen aus den Wählerverzeichnissen gestrichen worden waren — Kritiker sprechen von systematischem Wahlrechtsentzug.
CJP-Gründerin am Flughafen verhaftet
Dipke, Gründerin von Citizens for Justice and Peace (CJP), wurde am Flughafen verhaftet, als sie zu einer Protestaktion reisen wollte. Ihre Festnahme wurde von zivilgesellschaftlichen Organisationen verurteilt. Die CJP führt juristische Anfechtungen der Wählerlistenstreichungen an.
Kernforderungen und Hintergrund
Die Demonstranten fordern den sofortigen Rücktritt von Gyanesh Kumar sowie eine Überprüfung und Wiederherstellung der gestrichenen Wählerregistrierungen. Kritiker behaupten, dass Minderheiten und Oppositionsanhänger unverhältnismäßig stark betroffen seien. Das Ausmaß — rund 130 Millionen gestrichene Namen — hat Oppositionsparteien und internationale Beobachter entsetzt.
