
Während sich Ungarn auf die Parlamentswahlen vorbereitet, verzeichnet die von Péter Magyar geführte Oppositionspartei „Tisza“ einen deutlichen Anstieg der Wählerunterstützung und baut ihren Vorsprung vor der regierenden „Fidesz“-Partei von Ministerpräsident Viktor Orbán auf ein Rekordhoch aus.
Laut einer aktuellen Umfrage, die vom Forschungszentrum 21 zwischen dem 23. und 28. März 2026 unter 1.500 Befragten durchgeführt wurde, wächst die Wahllücke weiterhin erheblich zugunsten der Opposition. Die Daten, auf die sich Telex und die Europäische Prawda berufen, verdeutlichen einen starken Kontrast bei den Wählerabsichten:
Betrachtet man die Gesamtbevölkerung, stellten die Forscher einen Unterschied von 12 Punkten fest. Dies deutet darauf hin, dass die Oppositionspartei landesweit potenziell etwa 900.000 Wähler mehr mobilisieren könnte als die amtierende Fidesz.
Der aktive Wahlkampf der Opposition hat sichtbare Ergebnisse geliefert. Nur drei Wochen zuvor lag der Abstand bei 10 Prozentpunkten unter den wahrscheinlichen Wählern und bei 14 Punkten unter den fest entschlossenen Wählern. Analysten weisen darauf hin, dass es der Partei von Péter Magyar seit Januar erfolgreich gelungen ist, die veränderte öffentliche Stimmung zu nutzen, um eine breitere Wählerschaft anzuziehen.
Die sich verändernde politische Landschaft löst auch Abwanderungen innerhalb der Regierungskoalition aus. Kürzlich kündigte István Orosz, der Bürgermeister von Bátonyterenye, seinen Austritt aus der Christlich-Demokratischen Volkspartei (KDNP) – einem wichtigen Koalitionspartner der Regierung – an und forderte die Bürger öffentlich auf, den Tisza-Kandidaten zu unterstützen.
Gleichzeitig wird der Druck auf die derzeitige Regierung immer sichtbarer. Während einer Wahlkampfveranstaltung am 27. März sah sich Ministerpräsident Viktor Orbán einer ungewöhnlich großen Menge von Gegendemonstranten gegenüber, was ihn dazu zwang, seine Rede gegen die Proteste anzuschreien.
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