🔖👤
Iran Pressures Houthis to Resume Red Sea Attacks Amid Growing Tensions

Medien: Iran drängt Huthi-Rebellen angesichts wachsender Spannungen zu neuen Angriffen im Roten Meer

📅 Mar 31, 2026⏱ 3 Min. Lesezeit💬 0 Kommentare

Berichten zufolge drängt der Iran die jemenitischen Huthi-Rebellen dazu, eine neue Welle von Angriffen auf die Handelsschifffahrt im Roten Meer zu starten, abhängig von einer weiteren Eskalation der USA gegen die Islamische Republik. Diese Entwicklung, über die zuerst Bloomberg unter Berufung auf europäische Beamte berichtete, unterstreicht die wachsende Instabilität in der Region.

Interne Spaltungen und strategische Kalküle

Laut mit der Angelegenheit vertrauten Quellen erwägen die Führer der vom Iran unterstützten militanten Gruppe nach ihren jüngsten ballistischen Raketenangriffen auf Israel Optionen für aggressivere Manöver. Die Huthi-Führung ist jedoch weiterhin uneins über das Ausmaß und die Radikalität dieser vorgeschlagenen Aktionen.

Am Samstag, den 28. März, gab die Gruppe eine Erklärung ab, in der sie ihre Absicht bekundete, die militärischen Operationen aufrechtzuerhalten, bis die USA und Israel ihre Offensiven gegen den Iran und seine regionalen Verbündeten, insbesondere die libanesische Hisbollah, einstellen. Trotz dieser Rhetorik deuten amerikanische und saudische Geheimdienstinformationen, die mit europäischen Verbündeten geteilt wurden, darauf hin, dass die Huthis derzeit versuchen, direkte Konfrontationen mit US-amerikanischen und saudischen Zielen zu vermeiden. Beamte gehen davon aus, dass die Militanten eine vollständige Wiederaufnahme der maritimen Angriffe absichtlich verzögern könnten, um strategische Druckmittel gegenüber Washington zu behalten.

Globale Energiemärkte in Aufruhr

Die drohende Gefahr einer Unterbrechung des Korridors im Roten Meer hat bereits Schockwellen durch die globalen Energiemärkte geschickt. Am Montag stiegen die US-Rohöl-Futures zum ersten Mal seit 2022 über die Marke von 100 Dollar pro Barrel. In einem Versuch, die Marktinstabilität auszugleichen, hat Saudi-Arabien seine Ölexporte aus dem Hafen Yanbu am Roten Meer hochgefahren. Für Schiffe, die saudisches Rohöl zu den asiatischen Märkten – dem größten Kundenstamm des Königreichs – transportieren, dient die Meerenge Bab al-Mandab als wichtigster und zeiteffizientester maritimer Engpass.

Experten warnen davor, dass eine erneute Offensive auf die Schifffahrtswege im südlichen Roten Meer und in der Meerenge Bab al-Mandab katastrophale Folgen für die globale Energieversorgungskette hätte. Der strategische Wert dieser Wasserstraße hat sich exponentiell vergrößert, seit der Iran Anfang März die Straße von Hormus faktisch abgeriegelt hat.

Hintergrund: Jahre der Blockaden und Konflikte

Die Huthi-Bewegung, offiziell bekannt als Ansar Allah, lähmte Ende 2023 zunächst die Handelsschifffahrt im südlichen Roten Meer, in der Meerenge Bab al-Mandab und im Golf von Aden. Die Gruppe behauptete, diese Aktionen seien ein Akt der Solidarität mit der Hamas nach den Angriffen auf Israel im Oktober 2023. Infolgedessen waren globale Schifffahrtskonglomerate gezwungen, ihre Schiffe um das afrikanische Kap der Guten Hoffnung umzuleiten, was die Transitzeiten, den Treibstoffverbrauch und die Versicherungsprämien drastisch in die Höhe trieb.

Als Reaktion auf die maritime Krise starteten die Vereinigten Staaten ab Januar 2025 eine anhaltende Militärkampagne gegen die Infrastruktur der Huthis im Jemen und fügten den Fähigkeiten der Gruppe schweren Schaden zu. Eine vorübergehende Atempause wurde im Mai 2025 erreicht, als US-Präsident Donald Trump einen Waffenstillstand mit den Militanten aushandelte. Heute befinden sich die Huthis in einer prekären Lage, in der sie den enormen Druck aus Teheran gegen eine katastrophale inländische Wirtschaftskrise abwägen müssen. Nach Angaben der Vereinten Nationen ist derzeit die Hälfte der Bevölkerung in den von den Huthis kontrollierten Gebieten vom Hungertod bedroht.

Diskussion 0

Wir verwenden Cookies, um Ihre Erfahrung zu verbessern. Datenschutzrichtlinie