Iran: Wenn Ehre zum Todesurteil fuer Frauen wird
In den fruehen Morgenstunden des 5. Oktober 2026 starb Maryam Yarmohammadi, eine 28-jaehrige Mutter von zwei Kindern, auf der Insel Qeschm im Suediran, nachdem sie von ihrem Bruder und ihrem Ehemann mit Messerstichen angegriffen wurde. Rund 50 Familienangehoerige versammelten sich vor dem Krankenhaus und protestierten offenbar gegen die Verhaftung der Taeter, wobei sie ihren Tod als die geringste Strafe bezeichneten.
Der Fall entspricht dem erschreckenden Muster sogenannter Ehrenmorde. Im Iran gibt es kein spezielles Gesetz gegen diese Praxis. Menschenrechtsgruppen berichten, dass jaehrlich Hunderte solcher Morde begangen werden.
