Eine unerbittliche Welle iranischer Raketen- und Drohnenangriffe hat die Luftverteidigungsreserven der Golfstaaten an den Rand der völligen Erschöpfung gebracht und bei westlichen Verbündeten Alarm hinsichtlich der globalen militärischen Lieferketten ausgelöst.
Laut einem aktuellen Bericht von Bloomberg hat der Iran seit dem 28. Februar etwa 1.200 ballistische Raketen und 4.000 unbemannte „Shahed“-Drohnen auf die Golfstaaten abgefeuert. Die Standarddoktrin der Luftverteidigung schreibt den Einsatz von zwei Abfangraketen pro Ziel vor – eine mathematische Realität, die die regionalen Bestände rapide aufgebraucht hat.
Die Golfstaaten haben sich zur Abwehr der Angriffe stark auf Patriot PAC-3- und GEM-T-Abfangraketen verlassen. Vor Ausbruch der Feindseligkeiten besaßen diese Nationen weniger als 2.800 dieser Raketen. Diese Schätzung basiert auf US-Daten zu Foreign Military Sales (FMS) und Einschätzungen von Verteidigungsexperten, die anmerken, dass die tatsächlich gelieferten Mengen sogar noch unter den genehmigten Bestellungen liegen könnten.
„Ohne die aktive Unterstützung der USA hätten die meisten Länder nichts mehr, womit sie sich gegen iranische Raketen verteidigen könnten“, warnte Kelly Grieco, Senior Fellow am Stimson Center.
Um die Verteidigungslast zu schultern, haben die Vereinigten Staaten massiv eigene Präzisionswaffen eingesetzt. Anonyme Quellen, die mit den Operationen vertraut sind, enthüllten, dass die US-Streitkräfte Hunderte von Tomahawk-Marschflugkörpern im Wert von jeweils 2 Millionen US-Dollar sowie mehr als 1.000 Joint Air-to-Surface Standoff Missiles (JASSM) im Wert von 1,5 Millionen US-Dollar pro Stück abgefeuert haben.
Die Verbrauchsrate übersteigt die Produktionskapazitäten drastisch. Vor dem Konflikt umfassten die US-Bestände rund 4.000 Tomahawks, wobei die RTX Corporation nur etwa 100 pro Jahr produziert. Ebenso geht aus Regierungsdokumenten hervor, dass die maximale Produktion von Lockheed Martin für JASSMs in diesem Jahr auf 860 Einheiten begrenzt ist.
Der rasche Verbrauch von Hightech-Munition deutet auf eine kalkulierte Neuausrichtung der US-Verteidigungsstrategie hin. Peter Layton, ein ehemaliger Offizier der Royal Australian Air Force, stellte fest, dass die Inkaufnahme einer solchen Erschöpfung impliziert, dass Washington entweder keinen unmittelbar bevorstehenden Konflikt mit China erwartet oder im Falle eines Falles mit einer schnellen Lösung rechnet.
„Strategisch bedeutet dies, dass die Trump-Administration den Iran als das wichtigste Problem betrachtet und bereit ist, Risiken einzugehen, um ihn zu zerstören“, bemerkte Layton.
Während das US-Verteidigungsministerium beteuert, über ausreichende Munition zur Erfüllung seiner unmittelbaren Missionen zu verfügen, sorgt der Ressourcenverschleiß weltweit für Unbehagen. Die Washington Post berichtet, dass das Pentagon derzeit die umstrittene Option prüft, ursprünglich für die Ukraine bestimmte Abfangraketen der Luftverteidigung in den Persischen Golf umzuleiten.
Verteidigungsbeamte in Frankreich und Deutschland melden bereits Belastungen in den Waffenlieferketten. Militäranalysten warnen, dass die hohe Einsatzrate von Patriot- und anderen Abfangraketen zwar kurzfristige taktische Erfolge bringt, das US-Militär mittelfristig jedoch erheblichen strategischen Schwachstellen auszusetzen droht.
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