
Strafverfolgungsbehörden in der Region Kiew haben einen 24-jährigen Bauarbeiter aus Irpin wegen des Verdachts auf Hochverrat festgenommen. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, Starlink-Satellitenkommunikationsterminals für das russische Militär gegen finanzielle Entschädigung registriert und aktiviert zu haben.
Nach Angaben des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU) und der Generalstaatsanwaltschaft suchte der junge Mann in den sozialen Medien nach einem Nebenjob, als er von einem russischen Soldaten angesprochen wurde. Der Kontaktmann bot ihm 200 US-Dollar für jedes erfolgreich verifizierte Starlink-Terminal. Der Verdächtige schloss den Aktivierungsprozess angeblich in einem örtlichen Postamt unter Verwendung seiner persönlichen Ausweisdokumente ab und erhielt seine illegalen Einkünfte anschließend über eine Kryptowährungs-Wallet.
Die Ermittlungen ergaben, dass der Verdächtige es nicht bei seinen eigenen Aktivierungen beließ. Später zog er einen Kollegen und dessen Frau in das Schema hinein und verifizierte erfolgreich zwei weitere Terminals. Die Behörden stellten fest, dass er seinen Bekannten den wahren Zweck der Geräte absichtlich verschwieg. Darüber hinaus deckte der SBU Pläne des Verdächtigen auf, etwa 20 weitere Personen für diese heimliche Operation zu rekrutieren.
Die Generalstaatsanwaltschaft betonte die böswillige Absicht des Verdächtigen und erklärte: "Es wurde festgestellt, dass sich der Verdächtige voll und ganz der Tatsache bewusst war, dass die aktivierten Systeme vom russischen Militär zur Koordinierung von Kampfhandlungen gegen die Ukraine genutzt werden."
Dem Mann wurde offiziell die Mitteilung über den Verdacht gemäß Teil 2 des Artikels 111 des Strafgesetzbuches der Ukraine zugestellt, der sich auf Hochverrat unter Kriegsrecht bezieht. Ein Gericht hat angeordnet, ihn ohne die Möglichkeit einer Kaution in Untersuchungshaft zu nehmen. Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine Höchststrafe von lebenslanger Haft in Verbindung mit der Beschlagnahmung seines gesamten Eigentums.
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