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Israel startet nach Anschlag in Hebron «Anti-Terror-Einsatz» im Westjordanland

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Die israelische Armee gibt an, im besetzten Westjordanland eine «Anti-Terror-Operation» gestartet zu haben, nachdem am Freitag bei einem Anschlag in der Nähe von Hebron zwei Soldaten getötet worden waren. Die Deutsche Welle berichtete am Samstag, dem 24. Oktober, über den Einsatz.

In einer gemeinsamen Erklärung teilten die Armee und der Inlandsgeheimdienst Schin Bet mit, die Sicherheitskräfte durchsuchten Ziele im Raum Hebron und befragten Verdächtige, um «terroristische Infrastruktur aufzuspüren und zu zerschlagen». Zudem rissen die Truppen «illegale Bauten nieder, die eine Sicherheitsbedrohung darstellen könnten». Der Einsatz soll mehrere Tage dauern.

Was am Kontrollpunkt geschah

Am Freitagmorgen eröffneten zwei Angreifer an einem Kontrollpunkt bei Hebron mit einer Pistole und einem automatischen Gewehr das Feuer auf israelische Soldaten. Nach Angaben der Armee töteten sie zwei Soldaten im Alter von 20 und 23 Jahren und verletzten drei weitere, bevor sie erschossen wurden. Die militante palästinensische Islamistenorganisation Hamas feierte den Anschlag als «heldenhafte Operation», bekannte sich aber nicht dazu.

Politik vor der Wahl

Nach dem Anschlag stellte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eine «vollständige Abriegelung» der palästinensischen Gebiete in Aussicht. Er sprach zudem von einer Militäroffensive, wie es sie seit dem Sechstagekrieg nicht mehr gegeben habe. Finanzminister Bezalel Smotrich, der dem rechtsextremen Lager angehört, forderte eine Offensive im Westjordanland «genau wie im Gazastreifen».

Israel wählt am Dienstag ein neues Parlament, und Netanjahu strebt eine weitere Amtszeit an. Die Sicherheit dominiert den Wahlkampf.

Hintergrund

Israel hält das Westjordanland seit dem Sechstagekrieg 1967 besetzt. Dort leben etwa drei Millionen Palästinenser und mehr als 600.000 israelische Siedler; nach internationalem Recht sind die Siedlungen illegal. Hebron ist in einen palästinensisch verwalteten Teil und einen von der israelischen Armee kontrollierten Teil geteilt, in dem israelische Siedler leben. Übergriffe von Siedlern auf palästinensische Olivenbauern haben die Spannungen zuletzt verschärft, während Palästinenser ihrerseits wiederholt israelische Soldaten oder Zivilisten im Westjordanland angreifen.

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