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Israel plant Abriss südlibanesischer Grenzdörfer für Pufferzone nach Gaza-Vorbild

📅 Apr 1, 2026⏱ 2 Min. Lesezeit💬 0 Kommentare

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat eine umstrittene Militärstrategie vorgestellt, die den systematischen Abriss von Wohngebäuden in den Grenzdörfern im Südlibanon vorsieht. Ziel ist die Errichtung einer dauerhaften Sicherheits-Pufferzone, ähnlich der im Gazastreifen.

Nach dem Vorbild von Gaza

Berichten der Times of Israel zufolge erklärte Katz, dass die israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) Gebäude in den an die Grenze angrenzenden libanesischen Gemeinden dem Erdboden gleichmachen werden. Er nannte die weitreichende Zerstörung in Rafah und Beit Hanoun in Gaza als Blaupause für diese Operation und erklärte, das Ziel sei es, „die Bedrohungen in Grenznähe ein für alle Mal zu beseitigen“.

„Nach Abschluss der Operation wird die IDF eine Sicherheitszone auf libanesischem Gebiet einrichten... und die Sicherheitskontrolle über das gesamte Gebiet bis zum Litani-Fluss aufrechterhalten“, kündigte der Verteidigungsminister an.

Vertreibung und strategische Ziele

Die geplante Militäraktion wird massive demografische Auswirkungen haben. Katz betonte, dass Israel die Rückkehr von „über 600.000 Einwohnern des Südlibanon“ in ihre Häuser strengstens verbieten werde. Dieses Verbot werde in Kraft bleiben, „bis die Sicherheit der Bewohner im Norden Israels gewährleistet ist“.

Katz skizzierte die umfassenderen geopolitischen Ziele und erklärte: „Wir sind entschlossen, den Libanon vom iranischen Einfluss zu trennen – der Schlange die Zähne zu ziehen und der Hisbollah die Fähigkeit zur Bedrohung zu nehmen.“ Er fügte hinzu, dass Israel beabsichtige, die „Situation im Libanon grundlegend zu verändern“, indem eine ständige Präsenz der IDF zur Gewährleistung der regionalen Sicherheit aufrechterhalten werde.

Eskalation und internationale Reaktionen

Dieser drastische politische Kurswechsel folgt auf eine schwere Eskalation der regionalen Feindseligkeiten. Am 1. März trat die Hisbollah offiziell in den Krieg gegen Israel ein und erklärte öffentlich ihre uneingeschränkte Solidarität mit dem Iran. Als Vergeltung startete das israelische Militär eine Welle intensiver Luftangriffe auf Hisbollah-Hochburgen im Süd- und Ostlibanon sowie in den Vororten von Beirut.

Der sich verschärfende Konflikt und die militärische Taktik Israels haben bereits internationale Empörung ausgelöst. Die spanische Regierung verurteilte die israelischen Angriffe auf libanesische Brücken und Wohngebäude aufs Schärfste und bezeichnete das Vorgehen als „grobe und vorsätzliche Verletzung des humanitären Völkerrechts“.

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