Kiewer Jugendlicher wegen Hochverrats angeklagt: Starlink-Terminals für Russland geprüft
Ein 18-jähriger Kiewer Einwohner wurde wegen Hochverrats angeklagt, nachdem er beim Überprüfen von 15 Starlink-Satelliten-Kommunikationsterminals für die russische Armee in russisch besetzten ukrainischen Gebieten erwischt wurde. Die Staatsanwaltschaft der Stadt Kiew gab die Anklage bekannt.
Nach Angaben der Ermittler wurde der junge Mann über den Messenger-Dienst Telegram von einem Vertreter des russischen Militärgeheimdienstes rekrutiert. Er wurde mit 160 Dollar für die Überprüfung bezahlt, ob die Starlink-Terminals betriebsbereit und für die russischen Streitkräfte nutzbar sind.
Der Verdächtige reiste in die besetzten Gebiete und überprüfte systematisch die Funktionalität der Starlink-Satellitenterminals, wodurch er russischen Streitkräften wertvolle Informationen über verfügbare Kommunikationsinfrastruktur lieferte.
Der Fall unterstreicht die wachsende Bedrohung durch russische Geheimdienste, die junge Ukrainer über soziale Medien und Messaging-Plattformen rekrutieren.
Hochverrat ist nach ukrainischem Recht mit schweren Strafen belegt. Bei einer Verurteilung droht dem Verdächtigen eine lange Haftstrafe.
