Einer 56-jährigen Einwohnerin von Kiew droht ein Strafverfahren wegen Tierquälerei, nachdem die Behörden entdeckten, dass sie einen wilden Wolf, einen Fuchs und mehrere Hunde in ihrer Stadtwohnung hielt. Die gefährliche Lebensgemeinschaft führte letztlich zu einem schweren Angriff auf die Besitzerin und zum Tod eines der Raubtiere.
Nach Angaben der Kiewer Staatsanwaltschaft brachte die Verdächtige die Tiere über einen längeren Zeitraum in ihrer Wohnung im Bezirk Obolon unter. Die Ermittler stellten fest, dass das erzwungene Zusammenleben verschiedener Arten auf engem Raum ein äußerst gefährliches Umfeld schuf. Die Frau dokumentierte die Bedingungen häufig auf ihren Social-Media-Konten und veröffentlichte Videos, die zeigten, wie der Wolf in einem engen Käfig eingesperrt war.
Die Situation eskalierte im Dezember 2025, als der wilde Wolf die Frau angriff und ihr Verletzungen an Arm und Oberschenkel zufügte. Nach dem Vorfall suchte sie Hilfe bei Tierschützern, die das Raubtier erfolgreich aus den Räumlichkeiten entfernten. Dieses Ereignis veranlasste die Strafverfolgungsbehörden, ein Ermittlungsverfahren wegen Tierquälerei einzuleiten.
Bei einer anschließenden Durchsuchung der Wohnung machten die Behörden eine grausige Entdeckung: den leblosen Körper des Fuchses. Forensische Experten untersuchten den Kadaver und stellten leichte bis mittelschwere Verletzungen an dem Tier fest.
Der Frau wurde offiziell eine Verdachtsanzeige nach Teil 1 des Artikels 299 des ukrainischen Strafgesetzbuchs zugestellt, der sich auf Tierquälerei bezieht. Im Falle einer Verurteilung droht ihr eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren.
Die Strafverfolgungsbehörden setzen derzeit ihre Ermittlungen fort, um genau festzustellen, wie und wo die Verdächtige die wilden Tiere erworben hat.
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