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London Mayor Sadiq Khan Urges UK Diplomats to Counter Trump's 'Disinformation' Campaign

Londons Bürgermeister fordert Diplomaten auf, Trumps „Desinformation“ zu bekämpfen

📅 Apr 1, 2026⏱ 2 Min. Lesezeit💬 0 Kommentare

Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan hat einen dringenden Appell an britische Diplomaten weltweit gerichtet und sie aufgefordert, aktiv gegen das vorzugehen, was er als eine von US-Präsident Donald Trump inszenierte Kampagne aus „Desinformation und Lügen“ über die britische Hauptstadt beschreibt.

In einem aktuellen Interview mit Reuters betonte Khan die Notwendigkeit, dass die Gesandten mit Fakten gewappnet sein müssen, um falsche Narrative zu entkräften. Trump, ein langjähriger Kritiker, der Khan häufig als „schrecklichen Bürgermeister“ bezeichnet hat, behauptete öffentlich, die Kriminalitätsrate in London gehe „durch die Decke“ und die Stadt versuche, „auf das Scharia-Gesetz umzustellen“.

Fakten zur Richtigstellung

Nach einem Treffen mit britischen Botschaftern und Hochkommissaren räumte Khan ein, dass London zwar nicht ohne Fehler sei, aber deutlich sicherer bleibe als viele amerikanische Großstädte. Er untermauerte seine Verteidigung mit aktuellen Statistiken:

  • Im vergangenen Jahr verzeichnete London die niedrigste Mordrate pro Kopf seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen.
  • Im Jahr 2025 verzeichnete die Stadt einen deutlichen Rückgang bei Handydiebstählen – ein Verbrechen, für das die Hauptstadt in den vergangenen Jahren traurige Berühmtheit erlangt hatte.

„Viel von dieser Desinformation und diesen Lügen kommt aus den Vereinigten Staaten von Amerika“, erklärte Khan. „Es ist sehr wichtig, der Propaganda von Präsident Trump entgegenzuwirken.“

Wirtschaftliche Auswirkungen

Der Bürgermeister warnte, dass die ungeprüfte Verbreitung dieser Unwahrheiten in den sozialen Medien eine greifbare Bedrohung für die Londoner Wirtschaft darstelle. Fehlinformationen könnten potenzielle Touristen, ausländische Investoren, internationale Studenten und zukünftige Einwohner abschrecken und so das künftige Wachstum und das globale Ansehen der Stadt gefährden.

Eine jahrzehntelange Fehde inmitten geopolitischer Spannungen

Die Feindseligkeit zwischen Khan und Trump ist tief verwurzelt und reicht mindestens bis ins Jahr 2015 zurück, als Khan Trumps Wahlkampfversprechen, Bürgern aus mehreren mehrheitlich muslimischen Ländern die Einreise in die USA zu verbieten, scharf verurteilte.

Dieser erneute Konflikt um Londons Ruf spielt sich vor dem Hintergrund angespannter Beziehungen zwischen den USA und Großbritannien ab. Präsident Trump hat kürzlich scharfe Kritik an wichtigen europäischen Verbündeten geübt und ihnen vorgeworfen, US-Initiativen im Nahen Osten unzureichend zu unterstützen.

Die Spannungen flammten insbesondere am 16. März auf, als Trump seine Unzufriedenheit mit dem britischen Premierminister Keir Starmer zum Ausdruck brachte. Zunächst hatte die britische Regierung unter Berufung auf das Völkerrecht Washington die Erlaubnis verweigert, während einer gemeinsamen amerikanisch-israelischen Operation gegen den Iran Angriffe von britischen Stützpunkten wie Diego Garcia und RAF Fairford aus zu starten. Letztendlich änderte Starmer jedoch seinen Kurs und gewährte den USA Zugang zu Diego Garcia, allerdings streng beschränkt auf „spezifische und begrenzte defensive Zwecke“.

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