Nepals Flutopfer übersteigen 150 — Familien warten an Krankenhäusern auf Nachrichten
Krankenhäuser in Kathmandu überlastet
BBC-Journalisten besuchten am Mittwoch ein Krankenhaus in Kathmandu und erlebten, wie Familien verzweifelt auf Nachrichten über Angehörige warteten, die von den verheerenden Blitzfluten an der nepalesisch-tibetischen Grenze mitgerissen worden waren. Die Katastrophe hat inzwischen über 150 Menschenleben gefordert; Hunderte werden noch vermisst.
Das medizinische Personal arbeitet Überstunden, um Überlebende zu behandeln, die aus abgelegenen Bergregionen gebracht werden. Sozialarbeiter helfen Familien bei der Suche nach vermissten Angehörigen.
Ausmaß der Katastrophe
Starke Monsunregen lösten Blitzfluten aus, die Dörfer und Infrastruktur entlang der Grenzzone zerstörten. Beschädigte Straßen und Kommunikationsverbindungen behindern die Rettungsarbeiten im unwegsamen Gelände. Hubschrauberteams wurden eingesetzt, um unzugängliche Gebiete zu erreichen, doch schlechtes Wetter legte die Flüge zeitweise lahm.
Hilfsmaßnahmen und internationale Reaktion
Die nepalesische Regierung hat in den am schlimmsten betroffenen Distrikten den Ausnahmezustand ausgerufen und koordiniert die Hilfsoperationen. Hilfsorganisationen liefern Notfallgüter wie Lebensmittel, Trinkwasser und medizinisches Material. Internationale Partner, darunter UN-Agenturen, haben Unterstützung zugesagt und schätzen den humanitären Bedarf ab.
