Eine massive Welle anonymer Bombendrohungen hat am 30. März die Ukraine erfasst und hunderte öffentliche und private Einrichtungen ins Visier genommen. Die Nationale Polizei der Ukraine meldete den Eingang von über tausend falschen Alarmen. Die Behörden vermuten, dass es sich um eine koordinierte Informations- und psychologische Spezialoperation (PsyOp) der Russischen Föderation handelt.
Die Flut an Droh-E-Mails begann gegen 11:00 Uhr Ortszeit und überschwemmte die Posteingänge verschiedener kritischer Sektoren. Nach Angaben der Strafverfolgungsbehörden zielten die Täter auf staatliche Behörden, Kommunalverwaltungen, Schulen, Handelsunternehmen, Banken und zahlreiche andere Organisationen im ganzen Land ab.
Die Nationale Polizei der Ukraine veröffentlichte eine Erklärung, in der das Ausmaß des Vorfalls detailliert beschrieben wird: "Am 30. März, beginnend um 11:00 Uhr, gehen weiterhin massenhaft anonyme Nachrichten über die Verminung von Gebäuden an die E-Mail-Adressen von staatlichen Behörden, Kommunalverwaltungen, Bildungseinrichtungen, Unternehmen, Organisationen, Banken und anderen Institutionen ein. Bis 14:50 Uhr erhielten die Polizeieinheiten 1.216 Nachrichten."
Bombenentschärfungskommandos und Rettungskräfte wurden umgehend entsandt, um die betroffenen Orte zu inspizieren. Bis 18:00 Uhr hatten die Behörden 56 % der gemeldeten Standorte erfolgreich überprüft und gesichert. Beamte bestätigten, dass bei keiner der bisher bewerteten Drohungen Sprengsätze oder eine glaubwürdige Gefahr gefunden wurden.
Während die verbleibenden Standorte noch strengen Sicherheitsüberprüfungen unterzogen werden, geht die ukrainische Polizei stark davon aus, dass dieser synchronisierte Schwindel eine bewusste Taktik Russlands ist, um Panik zu säen und die Ressourcen der Notfalldienste des Landes zu belasten.
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