Russlands hybride Bedrohung für Deutschland: Wie ernst ist sie?
Deutsche Sicherheitsbehörden schlagen zunehmend Alarm über den hybriden Krieg Russlands gegen Deutschland. Verfassungsschutzpräsident Sinan Selen bezeichnete verdeckte Angriffe und Destabilisierungsoperationen Russlands als «keine vorübergehende Entwicklung, sondern einen langfristig angelegten hybriden Angriff».
Bedrohung überdauert den Ukraine-Krieg
Laut Selen werde die Bedrohung auch nach einem Ende des Ukraine-Krieges nicht verschwinden. Russland strebe eine «komplette Neukartographierung Europas» an. Innenminister Alexander Dobrindt: «Unser Land ist nicht im Krieg, aber wir sind tägliches Ziel hybrider Kriegsführung.»
Konventioneller Krieg bis 2029 möglich
Militärexperten, europäische Geheimdienste und das Bundesverteidigungsministerium stimmen überein: Bis 2029 wird Russland personell und materiell in der Lage sein, einen konventionellen Krieg gegen die NATO zu führen. Die Rüstungsindustrie läuft auf Hochtouren; Moskau plant 1,5 Millionen Soldaten.
Deutschland nicht vorbereitet
Stefan Meister warnte, Deutschland sei «weder militärisch, noch im zivilen Bereich, noch mental vorbereitet». Er erwartet steigende Drohnenprovoaktionen und Infrastrukturangriffe. Die Bundeswehr modernisiert sich, findet aber kaum genug Rekruten.
