
In einer Präventivoperation hat der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) erfolgreich einen geplanten Terroranschlag in der südlichen Hafenstadt Odessa vereitelt. Strafverfolgungsbehörden nahmen eine 19-jährige Verdächtige fest, die vom russischen Geheimdienst angeworben worden war, als sie versuchte, kritische Energieinfrastruktur zu zerstören.
Laut gemeinsamen Erklärungen des SBU, der Nationalpolizei und der regionalen Staatsanwaltschaft von Odessa ist die Verdächtige eine Einwohnerin von Czernowitz. Ermittler fanden heraus, dass russische Agenten die junge Frau über den Messenger-Dienst Telegram rekrutierten.
Den Anweisungen ihrer Kontaktpersonen folgend, reiste sie nach Odessa und mietete eine Wohnung, die als ihre Operationsbasis diente. Dort baute sie einen improvisierten Sprengsatz (IED), den sie in einem Metallkanister versteckte.
Das Ziel der Sabotage war ein Schwerlastkraftwagen, der hochwertige Ausrüstung für eine lokale städtische Heizanlage transportierte. Der Verdächtigen gelang es, die selbstgebaute Bombe unter dem Fahrzeug zu platzieren.
Ihr Plan sah vor, den Sprengstoff aus der Ferne zu zünden. Um dies zu erreichen, war die IED sowohl mit einem Haupt- als auch mit einem Ersatzmobiltelefon verkabelt, die so konzipiert waren, dass sie die Explosion bei Eingang eines Anrufs auslösen sollten.
SBU-Agenten fingen die Bedrohung ab, bevor der Plan ausgeführt werden konnte. Kampfmittelräumexperten entschärften den Sprengsatz sicher, und die Agentin wurde in Gewahrsam genommen. Bei anschließenden Durchsuchungen ihres Wohnsitzes beschlagnahmten die Behörden:
Der Verdächtigen wurde offiziell der Verdacht auf versuchte Begehung eines Terrorakts mitgeteilt. Sie befindet sich derzeit in Untersuchungshaft ohne die Möglichkeit einer Kaution. Im Falle einer Verurteilung drohen ihr eine Höchststrafe von 12 Jahren Gefängnis und die Beschlagnahmung ihres Eigentums.
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