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Fico streitet mit Brüssel über Kraftstoffpreise und fordert Druck auf die Ukraine

📅 Mar 31, 2026⏱ 2 Min. Lesezeit💬 0 Kommentare

Der slowakische Premierminister Robert Fico hat die Forderungen der Europäischen Kommission, das zweifache Preissystem an den Tankstellen des Landes abzuschaffen, entschieden zurückgewiesen. Stattdessen drängt der slowakische Regierungschef Brüssel, Druck auf die Ukraine auszuüben, damit diese den Transit von russischem Öl in sein Land wieder aufnimmt.

Kraftstoffkrise und zweifache Preisbildung

Der Streit geht auf eine 30-tägige Beschränkung für Diesel und Benzin zurück, die von der Regierung in Bratislava am 18. März eingeführt wurde. Die Maßnahme war eine Reaktion auf den drastischen Anstieg der weltweiten Ölpreise, der durch einen Krieg im Iran ausgelöst wurde. Um zu verhindern, dass Autofahrer aus benachbarten EU-Ländern die Grenze überqueren, um billigeren Kraftstoff zu kaufen, führte die Slowakei höhere Preise für Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen ein. Die Behörden rechtfertigten diesen Schritt mit der Begründung, dass die derzeitige inländische Versorgung ausschließlich durch staatliche Reserven aufrechterhalten werde.

Konflikt mit der Europäischen Kommission

Die Europäische Kommission hat die Politik der zweifachen Preisbildung scharf verurteilt. Kürzlich bezeichnete ein Sprecher der EU-Kommission die Maßnahmen als "äußerst diskriminierend". Laut Fico hat die Kommission der slowakischen Regierung sogar mit rechtlichen Schritten wegen Verletzung der europäischen Gesetzgebung gedroht. Der Premierminister wies die Forderung nach Abschaffung der gestaffelten Preise jedoch als "absolut ungerecht gegenüber der Slowakei" zurück und deutete an, dass die restriktiven Maßnahmen verlängert werden könnten.

Forderungen zum russischen Öltransit

Fico argumentierte, dass die Kraftstoffbeschränkungen völlig unnötig wären, wenn die Europäische Kommission die Ukraine unter Druck setzen würde, den Transit von russischem Rohöl in die Slowakei wieder aufzunehmen. Trotz umfassenderer EU-Embargos bleibt Bratislava stark von russischer Energie abhängig und hatte sich zuvor eine Ausnahme von den EU-Sanktionen gesichert, um die Importe fortzusetzen und inländische Engpässe zu vermeiden.

Zunehmende Spannungen

Der jüngste Konflikt ist Teil einer wachsenden Kluft bei der Energieversorgung. Am 29. März drohte Fico damit, ein Veto gegen das 20. Sanktionspaket der EU gegen Russland einzulegen, falls Brüssel Kiew nicht zwingt, die "Druschba"-Pipeline für den russischen Öltransit wieder zu öffnen. Zuvor hatte der slowakische Premierminister am 23. Februar angekündigt, er habe einen Stopp der Notstromlieferungen an die Ukraine angeordnet, als Vergeltung für die anhaltende Aussetzung der Ölströme durch dieselbe Pipeline.

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