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Südkorea schlägt Verhandlungen zur Beendigung des Koreakriegs vor

📅 Aug 15, 2026⏱ 2 Min. Lesezeit💬 0 Kommentare

Der südkoreanische Präsident Lee Jae Myung hat formelle Friedensverhandlungen mit Nordkorea vorgeschlagen und bezeichnete dies als historische Chance, den Koreakrieg mehr als sieben Jahrzehnte nach dem Ende der Kampfhandlungen offiziell zu beenden. Lee gab die Ankündigung am 15. August bei einer Zeremonie zum Befreiungstag bekannt, der das Ende der japanischen Kolonialherrschaft über die koreanische Halbinsel gedenkt.

Lee sagte, die Nationen sollten gegenseitige Bedrohungen hinter sich lassen und als direkt beteiligte Parteien Gespräche beginnen, um den langjährigen Krieg zu beenden. Er äußerte die Hoffnung, dass beide Länder von Angesicht zu Angesicht für friedliche Koexistenz und gegenseitiges Wachstum zusammenkommen.

Ein Krieg, der technisch gesehen nie endete

Der Koreakrieg endete 1953 mit einem Waffenstillstand – nicht einem Friedensvertrag –, sodass beide Koreas technisch gesehen noch immer im Kriegszustand sind. Lee wurde Präsident, nachdem sein Vorgänger Yoon Suk Yeol wegen des Versuchs, das Kriegsrecht auszurufen, abgesetzt wurde, und hat stets auf eine Entspannung mit Nordkorea hingearbeitet.

Pjöngjang hat noch nicht reagiert

Nordkorea hatte bis Samstag offiziell nicht auf Lees Angebot geantwortet. Kim Jong Un erklärte im Januar 2024, dass die Vereinigung mit dem Süden kein außenpolitisches Ziel mehr sei. Kurz vor dem Befreiungstag feuerte Nordkorea eine Ballistikrakete ins Meer – der elfte verdächtige Test in diesem Jahr. Nordkorea erklärte sich 2022 zur Atommacht und schwor, seine Waffen niemals aufzugeben.

Quelle: BBC News
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