
Spanien hat Militärkräfte in sein nordafrikanisches Exklave Ceuta entsandt, nachdem am Donnerstag Tausende Migranten aus Marokko hineingeschwommen waren. Die Situation überforderte die Behörden; mindestens 15 Menschen ertranken im Chaos.
Tausende Menschen glitten über Betonböschungen ins Meer und schwammen um einen Wellenbrecher, der die Grenze zwischen Marokko und Ceuta markiert. Die Strände auf spanischer Seite füllten sich mit Schwimmringen und Flossen. Rund 100 bis 150 Menschen wurden in überfüllte Aufnahmelager evakuiert.
Ein Urteil des Obersten Gerichts Spaniens, das die sofortige Rückführung von Migranten nach Marokko untersagt, verschärfte die Lage. Premierminister Pedro Sanchez will Ceuta am Freitag besuchen.
Italiens Premierministerin Giorgia Meloni drohte, das Schengen-Abkommen mit Spanien auszusetzen. Spanien wies die Äußerungen als Demagogie zurück.
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