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Der finale Countdown: Letzte Entscheidungen in den Play-offs zur WM 2026

📅 Apr 1, 2026⏱ 3 Min. Lesezeit💬 0 Kommentare

Das große Finale um die WM-Tickets 2026

Die Bühne für das Fußball-Sommermärchen in den USA, Mexiko und Kanada ist beinahe komplett. Doch die absolute Hochspannung herrscht noch in zwei parallelen Qualifikationsturnieren, in denen die allerletzten sechs Startplätze für die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 vergeben werden.

Europäische Play-offs: Alles oder Nichts

In Europa gibt es kein Sicherheitsnetz mehr. Der Play-off-Modus sieht K.o.-Spiele vor – ohne Rückspiel, ohne zweite Chance. Nach packenden Halbfinal-Duellen am Donnerstag kämpfen nun noch acht Nationen um vier begehrte Tickets. Dabei setzte sich der Kosovo in einem Torfestival mit 4:3 gegen die Slowakei durch, während die Türkei einen 1:0-Zittersieg gegen Rumänien feierte. Schweden schaltete die Ukraine mit 3:1 aus, Dänemark deklassierte Nordmazedonien mit 4:0 und Polen behielt gegen Albanien mit 2:1 die Oberhand. Bosnien-Herzegowina und Tschechien mussten gegen Wales beziehungsweise Irland den Umweg über das Elfmeterschießen gehen, um das Finale zu erreichen.

Die alles entscheidenden Endspiele steigen am Dienstag, den 31. März. Folgende Paarungen stehen an:

  • Kosovo - Türkei
  • Bosnien-Herzegowina - Italien
  • Schweden - Polen
  • Tschechien - Dänemark

Italiens Sehnsucht nach der Weltbühne

Für Italien geht es um weit mehr als nur ein Turnier – es geht um die fußballerische Ehre. Der viermalige Weltmeister musste die Turniere 2018 und 2022 schmerzlich vom heimischen Sofa aus verfolgen, nachdem man 2010 und 2014 bereits sieglos in der Vorrunde gescheitert war. Auch der EM-Titel 2021 in Wembley konnte nur kurzzeitig über die Probleme hinwegtäuschen, zumal man in der jüngsten WM-Qualifikation an Norwegen und Stürmerstar Erling Haaland scheiterte und sich mit Platz zwei begnügen musste.

Unter der Regie von Nationaltrainer Gennaro Gattuso tat sich die Squadra Azzurra im Halbfinale gegen Nordirland lange schwer. Trotz drückender Überlegenheit dauerte es, bis Sandro Tonali mit einem wuchtigen Schuss den Bann brach. Am Ende stand ein 2:0-Arbeitssieg. Nun wartet auf die Italiener ein schweres Auswärtsspiel in Bosnien-Herzegowina, das über die ersehnte WM-Rückkehr entscheidet.

Interkontinentale Duelle in Mexiko

Parallel dazu fallen die Entscheidungen im interkontinentalen Turnier in den mexikanischen Städten Guadalajara und Monterrey. Bolivien löste sein Finalticket durch ein 2:1 gegen Suriname, während Jamaika sich knapp mit 1:0 gegen Neukaledonien durchsetzte. Damit ergeben sich folgende Endspiele um die letzten beiden WM-Plätze:

  • DR Kongo - Jamaika (Dienstag, 31.03., 23:00 Uhr MESZ)
  • Irak - Bolivien (Mittwoch, 01.04., 05:00 Uhr MESZ)

Mögliche Neulinge und die Iran-Frage

Sicher ist bereits, dass die kommende WM neue Gesichter sehen wird. Haiti, Panama und Curacao – letzteres trifft in der Vorrunde auf die deutsche Nationalmannschaft – haben sich erstmals für eine Weltmeisterschaft qualifiziert. Der Kosovo könnte diese Liste der Debütanten mit einem Sieg gegen die Türkei noch erweitern.

Abseits des Rasens sorgt die Situation um den Iran für politische und sportliche Ungewissheit. Das Team ist für Vorrundenspiele in Los Angeles (gegen Neuseeland und Belgien) sowie in Seattle (gegen Ägypten) eingeplant. Aufgrund des anhaltenden Konflikts mit den USA und Israel steht eine Teilnahme jedoch auf der Kippe. Die FIFA-Statuten lassen in einem solchen Ausnahmefall viel Spielraum. Sollte der Iran zurückziehen, könnte das Ticket an ein Team des asiatischen Verbandes fallen – etwa an die Vereinigten Arabischen Emirate oder den Irak, falls dieser sein Play-off-Finale verliert. Rein theoretisch bestünde für die FIFA sogar die Möglichkeit, eine prominente Nation wie Italien als Nachrücker zu benennen, sollte dies nötig werden.

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