Trump und Xi als enge Freunde beim Staatsbesuch — Taiwan kein Thema
US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping gaben beim opulenten Staatsbesuch eine Vorstellung enger persönlicher Freundschaft, ohne dass einer von beiden bereit war, öffentlich einen der heikelsten Konfliktpunkte zwischen ihren Nationen anzusprechen: Taiwan.
Die beiden Führer erschienen gemeinsam bei einem großen Staatsbankett und präsentierten sich fast wie alte Freunde. Trump überhäufte die US-chinesischen Beziehungen mit Lob und beschrieb sie als eine Partnerschaft von großer Bedeutung für die globale Stabilität. Xi Jinping machte seinerseits eine symbolische Geste, indem er 100.000 amerikanische Jugendliche nach China einlud.
Freundschaft zur Schau gestellt
Der Prunk der Veranstaltung war sorgfältig inszeniert, um Wärme und Zusammenarbeit zu projizieren. Unter dem diplomatischen Getöse bemerkten Beobachter jedoch das auffällige Fehlen jeglicher Diskussion über Taiwan.
Taiwan: Der Elefant im Raum
Analysten stellten fest, dass das Schweigen über Taiwan bewusst war. Beide Seiten scheinen vereinbart zu haben, das heikelste Thema von der öffentlichen Agenda fernzuhalten. Ob substanzielle Gespräche über Taiwan hinter verschlossenen Türen stattfanden, ist unbekannt. Der Besuch wird von Regierungen in Asien und Europa genau beobachtet. Das Bild, das der Welt gezeigt wurde, ist das zweier mächtiger Führer, die — zumindest in der Öffentlichkeit — Zusammenarbeit der Konfrontation vorziehen.
