
Präsident Donald Trump gab am Donnerstagabend bekannt, dass er weitere US-Militärangriffe auf den Iran einstellt, und erklärte, ein Friedensabkommen mit Teheran werde "bald" angekündigt. Diese Kehrtwende folgte auf zwei aufeinanderfolgende Tage amerikanischer Luftangriffe, die begannen, nachdem der Iran einen US-Hubschrauber über der Straße von Hormus abgeschossen hatte — jener engen Meerenge, durch die rund 20 Prozent des weltweiten Öls fließt.
Die militärische Konfrontation begann am 10. Juni, als der Iran den Hubschrauber abschoss. Trump ordnete sofortige Vergeltungsschläge gegen iranische Militärstellungen an. Am 11. Juni starteten die USA einen zweiten Angriffstag. Angriffe auf Tanker im Golf von Oman töteten mindestens drei indische Seeleute und lösten einen diplomatischen Protest Neu-Delhis aus.
Der Konflikt forderte seinen wirtschaftlichen Tribut: Der Rohölpreis stieg stark an, und die US-Inflation erreichte 4,2 Prozent — ein Drei-Jahres-Hoch, getrieben durch steigende Kraftstoffkosten.
Obwohl Trump in den vergangenen Tagen seine Rhetorik verschärft hatte, vollzog er am Donnerstagabend eine Kehrtwende: Er erklärte, weitere Angriffe einzustellen, und kündigte an, ein Friedensabkommen werde "bald" kommen — ohne Zeitplan oder inhaltliche Details.
Die Ankündigung entspricht Trumps bewährtem Muster: maximale Druckausübung, dann Schwenk zu direktem Engagement. In seiner ersten Amtszeit verfolgte er denselben Ansatz gegenüber Nordkorea. Ob die aktuelle Ankündigung zu einem echten Abkommen führt, bleibt ungewiss.
Der Iran hat weder bestätigt noch dementiert, dass Friedensverhandlungen laufen. Teheran stand unter erheblichem Druck: Sanktionen blieben in Kraft, das Land hatte Kommunikationsunterbrechungen erlebt und sein Militär Verluste erlitten. Gleichzeitig blieben Irans regionale Proxys aktiv.
Diplomatische Beobachter warnten, dass ein vages Versprechen eines "Deals" noch kein abgeschlossenes Abkommen bedeutet, und forderten konkrete Maßnahmen, bevor sich die Märkte vollständig beruhigen können.
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