Türkei erschüttert von Fonds-Betrugssk andal: 455.000 Betroffene, AKP-Funktionärin tritt zurück
Der türkische Leitindex BIST 100 fiel Mitte September 2026 an einem einzigen Tag um 6% und verlor in wenigen Handelstagen rund 12%, nachdem ein massiver Investmentfonds-Betrugssk andal aufgedeckt worden war. Rund 455.000 Anleger sind betroffen.
Im Mittelpunkt des Skandals stehen Fondsmanager, die den Wert ihrer Fonds durch das Einbringen wertloser "Junk-Aktien" künstlich aufgebläht haben. Der Finanzmarktregulator SPK griff ein und schloss Fonds von sieben Vermögensverwaltern, darunter Tera, Pusula und Atlas. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu werden insgesamt 131 Fonds abgewickelt. Allein zwei Tera-Fonds verwalteten rund 6,5 Milliarden Euro.
Verhaftungen und politische Folgen
Die Staatsanwaltschaft Istanbul leitete Ermittlungen wegen Betrugs, Verstößen gegen das Kapitalmarktgesetz und Bildung einer kriminellen Vereinigung ein. Mehr als 45 Personen wurden festgenommen, Vermögenswerte von 42 Personen und 46 juristischen Personen eingefroren. AKP-Vizevorsitzende Fatma Betül Sayan Kaya trat zurück, nachdem ihr unzulässige Börsengeschäfte während der Krise vorgeworfen wurden.
