Das Vereinigte Königreich hat gegen eine irische Tochtergesellschaft des US-Technologieriesen Apple eine Geldstrafe in Höhe von 390.000 Pfund (rund 516.000 US-Dollar) verhängt, weil diese gegen die gegen Russland verhängten Sanktionen verstoßen hat.
Laut einer am Montag, den 30. März, veröffentlichten Erklärung der Regierung führte die Apple Distribution International Limited (ADI) im Jahr 2022 zwei nicht genehmigte Zahlungen durch. Die Gelder wurden ohne die erforderliche behördliche Lizenz an eine Person überwiesen, die derzeit auf der Sanktionsliste steht.
Diese Strafmaßnahme folgt auf eine deutliche Verschärfung der britischen Wirtschaftsmaßnahmen gegen Moskau. Am 24. Februar, dem Tag, an dem sich die umfassende Invasion zum vierten Mal jährte, schnürte Großbritannien sein bisher umfangreichstes Sanktionspaket. Die weitreichenden Maßnahmen umfassten fast 300 neue Beschränkungen, die darauf abzielen, Russlands Energieeinnahmen – insbesondere aus Ölexporten – zu schmälern und wichtige Lieferanten von militärischer Ausrüstung zu stören.
Darüber hinaus kündigte der britische Handelsminister Chris Bryant Ende Februar die Ausarbeitung neuer Gesetze an. Dieser künftige Rechtsrahmen zielt darauf ab, systematisch Schlupflöcher zu schließen, die eine Umgehung der Sanktionen für russisches Öl ermöglichen.
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