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Ukraine und Bulgarien schließen in Kiew ein 10-jähriges Sicherheitsabkommen

📅 Mar 31, 2026⏱ 2 Min. Lesezeit💬 0 Kommentare

In einem bedeutenden Schritt zur Stärkung der regionalen Verteidigung haben der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und der bulgarische Interims-Premierminister Andrej Gjurow offiziell ein zehnjähriges bilaterales Sicherheitsabkommen unterzeichnet. Der wegweisende Pakt wurde am 30. März während Gjurows diplomatischem Besuch in Kiew besiegelt.

Ein Jahrzehnt der strategischen Verteidigung

Das neu geschlossene Abkommen legt einen umfassenden Rahmen für die langfristige militärische und strategische Zusammenarbeit fest. Bei einem gemeinsamen Pressebriefing betonte Präsident Selenskyj die umfangreiche Vorbereitung, die dem Abkommen vorausging.

"Heute haben wir mit dem bulgarischen Premierminister ein Sicherheitsabkommen zwischen unseren Ländern unterzeichnet. Unsere Teams haben lange daran gearbeitet", erklärte Selenskyj. Er führte weiter aus, dass das Abkommen für ein Jahrzehnt in Kraft bleiben wird.

"Die Hauptpunkte sind die Fortsetzung der militärischen Unterstützung durch Bulgarien (...), die wir heute besprochen haben; die gemeinsame Produktion verschiedener Waffen, einschließlich Drohnen, auf dem Gebiet unserer Länder. Wir haben besprochen, dass Bulgarien das SAFE-Programm für eine solche gemeinsame Produktion nutzen wird", hob der ukrainische Präsident hervor.

Stärkung der euro-atlantischen Integration

Interims-Premierminister Gjurow betonte die weitreichenden geopolitischen Auswirkungen des Vertrags und bezeichnete ihn als einen entscheidenden Schritt für die regionale Stabilität.

"Heute haben der Präsident und ich ein Sicherheitskooperationsabkommen unterzeichnet, das lange vorbereitet wurde. Ich bin froh, dass wir es dieses Mal tun konnten. Das ist nicht nur eine Formalität, es ist gemeinsame Arbeit in der Dimension unserer gemeinsamen atlantischen Sicherheit", bemerkte Gjurow.

Darüber hinaus kündigte Gjurow an, dass das bulgarische Kabinett einen nationalen finanziellen Beitrag zum NATO-PURL-Programm genehmigt hat. Diese Initiative ermöglicht es europäischen Verbündeten, die Beschaffung von in den USA hergestellten Waffen für den Verteidigungsbedarf der Ukraine zu finanzieren.

Ausbau der Wirtschafts- und Verkehrsbeziehungen

Über die militärische Verteidigung hinaus markierte das Treffen am 30. März die ersten Regierungskonsultationen zwischen den beiden Nationen, die zu mehreren wichtigen zivilen Vereinbarungen führten:

  • Energie und maritime Sicherheit: Beide Regierungen einigten sich erfolgreich auf einen strategischen Fahrplan zur Verbesserung der Zusammenarbeit im Energiesektor und zur Sicherung der Seewege.
  • Verkehrsanbindung: Mit Blick auf den Sommer planen die Ukraine und Bulgarien den Testbetrieb einer neuen Personenzugstrecke, die die beiden Länder über Rumänien verbinden soll.
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