Das Büro des ukrainischen Präsidenten hat die Details eines neu unterzeichneten bilateralen Sicherheitsabkommens mit Bulgarien bekannt gegeben. Dieser Meilenstein, der am 30. März in Kiew formalisiert wurde, ist der 29. Sicherheitspakt, den die Ukraine in Übereinstimmung mit der Gemeinsamen Erklärung der G7 abgeschlossen hat. Ihor Schowkwa, stellvertretender Leiter des Präsidialamtes, bestätigte die Einzelheiten des umfassenden 10-Jahres-Abkommens.
Das Abkommen legt feste Verpflichtungen Sofias hinsichtlich einer kontinuierlichen militärischen Unterstützung fest. Dies umfasst die Lieferung von wichtigen Waffen, Maschinen und Ausrüstungen europäischer, amerikanischer und ukrainischer Hersteller. Ein wesentlicher Teil des Paktes ist dem Kapazitätsaufbau gewidmet. Bulgarien wird seine Ausbildungsprogramme für die ukrainischen Streitkräfte sowohl über bilaterale Kanäle als auch im Rahmen von EU- und NATO-Missionen ausweiten. Diese systematische Vorbereitung deckt Spezialgebiete wie unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs), elektronische Kriegsführung (EW), Drohnenabwehr, Spezialoperationen sowie Sprachkurse für ukrainische Piloten und Militärpersonal ab.
Beide Nationen haben sich verpflichtet, den ukrainischen verteidigungsindustriellen Komplex eng in den breiteren europäischen verteidigungstechnologischen Rahmen zu integrieren. Unter Nutzung von EU-Instrumenten wie EDIS, EDIP und SAFE zielen die Partner darauf ab, die gemeinsame Produktion zu fördern und die Verteidigungsherstellung in der Ukraine zu lokalisieren. Darüber hinaus erweitert der Pakt die Sicherheitskooperation um den Austausch von Geheimdienstinformationen und die Widerstandsfähigkeit gegen Cyberangriffe, Desinformation und hybride Bedrohungen. Eine spezielle Klausel befasst sich mit der Sicherheit im Schwarzen Meer und betont gemeinsame Anstrengungen bei der maritimen Minenräumung, der sicheren Schifffahrt und der regionalen Stabilität.
Auf politischer Ebene festigt das Dokument Bulgariens unerschütterliche Unterstützung für den Beitritt der Ukraine zur Europäischen Union und zur NATO und bietet seine eigene Integrationserfahrung an, um Kiews Reformprozess zu unterstützen. Entscheidend ist, dass das 10-Jahres-Abkommen einen Schnellreaktionsmechanismus enthält: Im Falle einer erneuten oder eskalierten Aggression werden die beiden Nationen innerhalb von 24 Stunden Notfallkonsultationen abhalten, um gemeinsame Aktionen zu koordinieren.
In einem damit zusammenhängenden Schritt kündigte die bulgarische Regierung ihre Absicht an, sich an der PURL-Initiative zur Beschaffung von in den USA hergestellten Waffen für die Ukraine zu beteiligen. Dieser Sicherheitspakt fällt mit den ersten Regierungskonsultationen zwischen den beiden Ländern in Kiew zusammen, die zu einem Fahrplan für eine verstärkte Zusammenarbeit in den Bereichen Energie und maritime Sicherheit führten.
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