Ukraines Weg zur EU-Mitgliedschaft erfordert umfassende Änderungen im öffentlichen Beschaffungswesen — einem der am stärksten geprüften Bereiche in den Beitrittsverhandlungen. Eine neue Analyse des Journalisten Iwan Lakhtionow von Ukrayinska Pravda untersucht, wie EU-Mitgliedstaaten Haushaltsausgaben verwalten und welche gesetzlichen und institutionellen Reformen Kiew abschließen muss.
Das öffentliche Beschaffungswesen der EU wird hauptsächlich durch die Richtlinie 2014/24/EU und die Richtlinie 2014/25/EU geregelt, die offenen Wettbewerb, Nichtdiskriminierung und Transparenz für Aufträge über definierten Schwellenwerten vorschreiben. Die Mitgliedstaaten sind verpflichtet, alle Ausschreibungen auf TED (Tenders Electronic Daily) zu veröffentlichen.
Die Ukraine betreibt bereits ProZorro, eine elektronische Vergabeplattform, die als eine der transparentesten weltweit gilt. Seit ihrer Einführung im Jahr 2016 hat ProZorro Verträge im Wert von über vier Billionen Hrywnja abgewickelt.
Der ukrainische EU-Kandidatenstatus, der im Juni 2022 gewährt wurde, hat Reformen in vielen Sektoren beschleunigt. Die Reform des öffentlichen Beschaffungswesens ist ausdrücklich als einer der Benchmarks aufgeführt, die die Ukraine erfüllen muss, bevor die Beitrittsverhandlungen voranschreiten können.
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