Die Ukraine hat sich offiziell bei Finnland entschuldigt, nachdem am Wochenende unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs) in den finnischen Luftraum eingedrungen waren. Das ukrainische Außenministerium führte den Navigationsfehler auf Störungen durch russische Systeme zur elektronischen Kriegsführung (EloKa) zurück.
In einer Erklärung gegenüber Journalisten am Montag, den 30. März, bestätigte der Sprecher des ukrainischen Außenministeriums, Heorhij Tychyj, dass Kiew in engem Austausch mit Helsinki stehe. Man teile alle notwendigen Daten, um die Umstände der Luftraumverletzung zu klären, die sich am Sonntag, den 29. März, im Südosten Finnlands ereignete.
„Wir können mit Bestimmtheit sagen, dass unter keinen Umständen ukrainische Drohnen in Richtung Finnland gesteuert wurden. Die wahrscheinlichste Ursache ist eine Abweichung, die durch russische Systeme der elektronischen Kriegsführung verursacht wurde“, erklärte Tychyj. „Wir haben uns bei der finnischen Seite bereits für diesen Vorfall entschuldigt.“
Der Sprecher betonte zudem, beide Nationen seien sich einig, dass die eigentliche Ursache für den Vorfall – und für die allgemeinen sicherheitspolitischen Herausforderungen in der Region – die anhaltende russische Aggression gegen die Ukraine sei.
Die finnische Luftwaffe konnte eines der Objekte, das am Sonntagnachmittag in das Territorium eingedrungen war, erfolgreich als ukrainische Drohne vom Typ An-196 „Ljutyj“ identifizieren.
Der finnische Premierminister Petteri Orpo wies in einer Stellungnahme darauf hin, dass die Drohnen, die letztlich auf finnischem Boden abstürzten, höchstwahrscheinlich ukrainischen Ursprungs seien. Der Vorfall ereignete sich zeitgleich mit einer Reihe ukrainischer Angriffe auf russische militärische Infrastruktur im Leningrader Gebiet, das an Finnland grenzt.
Als Reaktion auf die Luftraumverletzung kündigte der parlamentarische Verteidigungsausschuss Finnlands für Dienstag, den 31. März, eine außerordentliche Sitzung an. Die Abgeordneten werden zusammenkommen, um den Drohnenvorfall zu bewerten und umfassendere nationale Verteidigungsstrategien zu erörtern.
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