
Die ukrainischen Streitkräfte haben am Mittwoch einen koordinierten Angriff auf das russisch besetzte Sewastopol durchgeführt und dabei kritische Energie- und Militärinfrastruktur auf der Krim getroffen. Das Hauptumspannwerk 330/220/110/35 kV, das die gesamte Stromversorgung Sewastopols sicherstellt, wurde außer Betrieb gesetzt, sodass die Bewohner für den Großteil des Tages ohne Strom blieben.
Der ukrainische Brigadegeneral Magyar bestätigte den Angriff, der mehrere Ziele umfasste: den westlichen Teil des Militärflugplatzes Hwardijske, einen Bahnhof in Kirowske mit Folgeexplosionen, ein Wärmekraftwerk sowie ein weiteres Umspannwerk.
Der von Moskau eingesetzte Gouverneur Michail Raszwoschajew warnte, dass manche Stadtteile bis zum Abend ohne Strom bleiben würden. Er bat Eltern, Kinder zu Hause zu lassen, und forderte die Bürger auf, schwächere Nachbarn zu unterstützen und Handyakku sowie Wasser zu sparen. Der Oberleitungsbusbetrieb wurde komplett eingestellt.
Sewastopol ist Heimathafen der russischen Schwarzmeerflotte und seit der Annexion der Krim 2014 ein zentraler Logistikknoten. Der Angriff folgt Berichten, wonach die Ukraine Krim zur Aussetzung des zivilen Kraftstoffverkaufs durch Angriffe auf russische Ölanlagen gezwungen hatte. Kiews verstärkte Angriffe zielen darauf ab, Russlands Militärfähigkeiten im Süden der Ukraine zu schwächen.
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