Am 9. September hat die Ukraine eine Gaskondensatanlage in Nowy Urengoi im russischen Autonomen Kreis Jamal-Nenzen getroffen — rund 3.000 km von ukrainischem Territorium entfernt, berichtete der estnische Abwehrdienst. Die Region galt bisher als sicheres Hinterland jenseits der Reichweite ukrainischer Angriffe.
Oberst Ants Kiviselg erklärte: «Jetzt hat sich die Lage verändert, und die für Russland entscheidende Region der Energierohstoffgewinnung, in der 90% des russischen Erdgases und 19% des Erdöls produziert werden, liegt bereits in Reichweite ukrainischer Schlagwaffen.»
Jamal-Nenzen ist das Herzstück der russischen Gasförderung und eine wichtige Einnahmequelle für den Kreml. Angriffe auf die dortige Infrastruktur könnten Russlands Fähigkeit zur Kriegsfinanzierung langfristig beeinträchtigen.
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