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Ukraine-Krieg: Waffen sprechen lauter als Trump

📅 Sep 15, 2026⏱ 2 Min. Lesezeit💬 0 Kommentare🔴 Live-Updates

Was tut ein Staatschef, dessen Land unter russischem Beschuss steht und von US-Waffenlieferungen abhängt, wenn der US-Präsident eine vollmundige Erklärung abgibt, von der er offensichtlich nichts wusste? Er gibt seinerseits eine Erklärung ab — vorsichtig genug, um den mächtigen Verbündeten nicht zu verärgern.

Genau das tat Wolodymyr Selenskyj, nachdem Donald Trump am Sonntag verkündete, Russland und die Ukraine hätten sich darauf geeinigt, wechselseitig keine Energieanlagen mehr anzugreifen. In seiner abendlichen Videoansprache bezeichnete Selenskyj den Vorschlag als «überzeugend» — ohne eine Einigung zu bestätigen. Er sagte, die Ukraine sei bereit, «die Deeskalation zu unterstützen», sofern die US-Partner «ehrliche und langfristige Bereitschaft» Moskaus sicherstellen würden.

Realität widerlegt Trumps Ankündigung

Trump hatte am Sonntag in Irland den Ukraine-Russland-Krieg — nicht den Iran-Krieg oder die Blockade der Straße von Hormus — für den Dieselmangel in den USA und erstmals über sechs Dollar pro Gallone verantwortlich gemacht. Russland reagierte zunächst gar nicht, dann sprach es von einer «guten Idee». Am Dienstagmorgen griff Russland Kyjiw mit Drohnen an, traf eine Tankstelle und verletzte mindestens einen Menschen. In Saporischschja wurde eine Person durch eine Drohne getötet. Die Ukraine ihrerseits beschoss eine Ölraffinerie in der Region Samara und eine Lagerhalle des Online-Händlers Ozon in Taganrog. Im Ukraine-Krieg gilt weiterhin: Erklärungen sind Papier — Angriffe sind Wirklichkeit.

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