UN-Bericht: 1,5-Grad-Ziel ist nicht mehr zu halten
Das UN-Umweltprogramm (UNEP) hat eine eindringliche Warnung ausgegeben: Die Welt steuert auf eine Erwärmung von 2,6 Grad bis zum Ende des Jahrhunderts zu, womit das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Abkommens faktisch unerreichbar wird.
Vom Ziel zur Schadenbegrenzung
Der Bericht markiert einen erheblichen Wandel in der Betrachtung der Klimakrise. Statt 1,5 Grad als Obergrenze zu halten, geht es nun darum, die Überschreitung dieser Marke möglichst gering und kurz zu halten. Langfristiges Überschreiten könnte Kipppunkte auslösen und irreversible Veränderungen in Ökosystemen und Wettermustern weltweit bewirken.
Irreversible Folgen drohen
UNEP-Wissenschaftler betonen, dass manche Folgen des Überschreitens dauerhaft sein könnten: Verlust von Gletschern, Korallenbleiche, beschleunigter Meeresspiegelanstieg. Der Bericht fordert Regierungen auf, Emissionsminderungen drastisch zu beschleunigen und stark in CO2-Entnahmetechnologien zu investieren.
