🔖👤

USA könnten NATO-Beziehungen nach Iran-Krieg "überdenken", warnt Marco Rubio

📅 Mar 31, 2026⏱ 2 Min. Lesezeit💬 0 Kommentare

US-Außenminister Marco Rubio hat eine deutliche Warnung hinsichtlich der Zukunft der Beziehungen zwischen den USA und der NATO ausgesprochen. Er deutete an, dass Washington seine Position innerhalb des Bündnisses nach Abschluss des aktuellen Konflikts mit dem Iran "überdenken" könnte. Diese Aussage fällt in eine Zeit wachsender Frustration über die mangelnde militärische und logistische Unterstützung durch europäische Partner.

Frustration über verweigerten Zugang zu Stützpunkten

In einem aktuellen Interview mit dem Nachrichtensender Al Jazeera kritisierte Rubio mehrere NATO-Mitgliedsstaaten dafür, den USA während des laufenden Iran-Konflikts den Zugang zu militärischen Einrichtungen zu verweigern. Er schloss sich damit früheren Äußerungen von US-Präsident Donald Trump an, der die Bündnispartner kürzlich als "Feiglinge" bezeichnete und die NATO als "Papiertiger" abtat.

Rubio betonte, dass der Verteidigungspakt keine "Einbahnstraße" sein dürfe, und erklärte: "Wenn es bei der NATO nur darum geht, dass wir Europa im Falle eines Angriffs schützen, sie uns aber das Recht verweigern, Truppen zu stationieren, wenn wir es brauchen, dann ist das kein sehr guter Deal. In einer solchen Situation ist es schwer, Mitglied des Bündnisses zu bleiben. Ich hoffe, dass wir das in Ordnung bringen können."

Spanien im Zentrum der diplomatischen Spannungen

Spanien ist zum Hauptziel des Washingtoner Zorns geworden. Madrid hat kürzlich seinen Luftraum für amerikanische Flugzeuge gesperrt, die an den Iran-Operationen beteiligt sind, und die Nutzung von US-Militärstützpunkten auf spanischem Boden untersagt. Der spanische Premierminister Pedro Sánchez gehört zu den lautstärksten europäischen Kritikern der US-Regierung und warf Präsident Trump vor, einen "illegalen" Krieg begonnen zu haben.

Die Krise in der Straße von Hormus

Die Spannungen zwischen Washington und seinen Verbündeten verschärften sich weiter, als NATO-Mitglieder Trumps Aufrufe ablehnten, bei der Wiedereröffnung der Straße von Hormus zu helfen. Der Iran hatte diesen kritischen maritimen Engpass Anfang März nach gemeinsamen US-israelischen Bombenangriffen blockiert – ein Schritt, der einen starken Anstieg der weltweiten Öl- und Gaspreise auslöste.

Trotz fehlender alliierter Intervention hält Rubio daran fest, dass die Meerenge nach Abschluss der Militäroperationen wieder geöffnet wird. Er merkte an, dies werde entweder durch die Einhaltung des Völkerrechts durch den Iran oder durch das Eingreifen einer US-geführten internationalen Koalition geschehen.

Dieses diplomatische Zerwürfnis folgt auf eine kürzliche Erklärung der G7-Außenminister, die festlegten, dass eine internationale maritime Sicherheitsmission in der Straße von Hormus nur unter der Bedingung gestartet werde, dass der umfassendere Krieg im Nahen Osten beendet wird.

Diskussion 0

Wir verwenden Cookies, um Ihre Erfahrung zu verbessern. Datenschutzrichtlinie