
US-Streitkräfte haben am Donnerstag einen leeren Öltanker im Rahmen der laufenden Marineblockade gegen den Iran beschossen. US-Beamte gaben an, das Schiff sei auf Kharg Island zugesteuert – dem wichtigsten iranischen Erdölexportterminal.
Laut Angaben des US-Militärs wurde der Tanker abgefangen, nachdem er trotz Warnungen in die Nähe der Anlage auf Kharg Island geraten war. Der Angriff ist einer der direktesten militärischen Schritte gegen den iranischen Schiffsverkehr seit Beginn der Blockade und zeigt Washingtons Entschlossenheit, das Embargo notfalls mit Gewalt durchzusetzen.
Kharg Island, gelegen vor der südwestlichen Küste des Irans im Persischen Golf, ist der Verladeort für etwa 90 Prozent der iranischen Rohölexporte. Durch Angriffe auf Schiffe, die versuchen das Terminal anzulaufen, trifft die USA die primäre Einnahmequelle der iranischen Regierung direkt.
Der Vorfall markiert eine erhebliche Eskalation in einem ohnehin angespannten Konflikt zwischen Washington und Teheran. Der direkte Angriff auf einen Tanker schafft einen neuen und gefährlicheren Präzedenzfall. Regionale Schifffahrtsunternehmen und Ölmärkte reagierten besorgt; die Versicherungsprämien für Tanker im Persischen Golf sind in letzter Zeit stark gestiegen.
Der Iran hat auf den jüngsten Angriff noch nicht offiziell reagiert. Teheran hatte zuvor gedroht, die Straße von Hormus zu sperren – durch die rund 20 Prozent des weltweiten Ölhandels fließen – sollte der Druck auf seine Exporte weiter zunehmen.
Die internationale Gemeinschaft hat zu diplomatischen Lösungen aufgerufen und vor einer weiteren Destabilisierung der globalen Energiemärkte gewarnt.
Wir verwenden Cookies, um Ihre Erfahrung zu verbessern. Datenschutzrichtlinie