Der verurteilte bosnisch-serbische Kriegsverbrecher Ratko Mladić wurde am 7. September 2026 in Serbien beigesetzt, nachdem eine öffentliche Trauerfeier stattgefunden hatte, an der Tausende Menschen teilnahmen. Die Beerdigung zog die Verurteilung der Europäischen Union auf sich, die die Glorifizierung eines Mannes anprangerte, der für einige der schlimmsten Gräueltaten in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg verantwortlich ist.
Mladić, weithin bekannt als der „Schlächter von Bosnien”, starb im Alter von 84 Jahren in einer UN-Haftanstalt in Den Haag. Tausende nahmen an einer öffentlichen Gedenkveranstaltung in Belgrad teil, darunter serbische Regierungsminister. Männer mit serbischen Fahnen und Mladić-Bildern versammelten sich vor der Kirche, wo er aufgebahrt war.
Die EU verurteilte scharf, was sie als Glorifizierung Mladićs bezeichnete. „Ratko Mladić war ein verurteilter Kriegsverbrecher, der Kriegsverbrechen, Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen hat”, erklärte die EU. Serbien ist seit 2012 EU-Beitrittskandidat, doch die Beitrittsgespräche sind zuletzt ins Stocken geraten.
Mladić befehligte während des Bosnienkriegs 1992–1995 bosnisch-serbische Truppen. Er wurde für seine Rolle beim Massaker von Srebrenica 1995 des Völkermords schuldig gesprochen, bei dem rund 8.000 bosniakische Männer und Jungen getötet wurden. Mladić wurde 2011 verhaftet und 2021 zu lebenslanger Haft verurteilt.
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